(openPR) Bis zu 20.000 kleine Patienten behandelt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Lindenhof des Sana Klinikums Lichtenberg jährlich. „Für den Behandlungserfolg ist es wichtig, neben der hochwertigen medizinischen Versorgung gerade für die kleinen „Patienten“ eine kindgerechte Umgebung zu schaffen. Dazu gehört auch die Einbeziehung der Eltern, um den Krankenhausaufenthalt so weit wie möglich zu erleichtern“, so Professor Dr. med. Volker Stephan, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Lindenhof. Im Interview erklärt er, welche Rolle die Väter dabei einnehmen.
Welche Rolle spielen Väter im Klinikalltag bei der Betreuung der Kinder?
Professor Dr. med. Volker Stephan: "Im Klinikalltag gewinnt die Rolle der Väter zunehmend an Bedeutung. Es fällt auf, dass Väter ihr krankes Kind deutlich häufiger betreuen und sich an der Therapie und Pflege aktiver beteiligen als noch vor einigen Jahren. Zwar sind Väter im Vergleich zu den Müttern im Klinikalltag in der Unterzahl, doch insbesondere bei der Betreuung chronisch kranker Kinder steigt die Tendenz merklich. Auch bei der Säuglingsbetreuung oder in der Ambulanz fällt uns immer wieder auf, dass Väter stärker eingreifen und häufiger die Initiative ergreifen als früher. So ist es zum Beispiel beim An- und Auskleiden oder beim Wechseln der Windeln der Fall."
Zeichnet sich im Klinikalltag ein bestimmtes Muster der Vaterrolle ab?
"In der Kinderklinik haben es Ärzte bei Diagnose und Therapie meist mit zwei Ansprechpartnern, also mit Mutter und Vater, zu tun. In dieser Konstellation fällt auf, dass Väter häufiger die Rolle des Machers übernehmen, mit Lösungen dabei sind und auch Entscheidungen hinterfragen."
Welche Chancen sehen Sie bei der sich verändernden Vaterrolle?
"Eine deutliche Chance der neuen Vaterrolle im Klinikalltag sehe ich bei der Betreuung chronisch kranker Kinder. Während früher bei der Betreuung vieles auf den Schultern der Mutter lastete, können Väter heute einen Ausgleich schaffen und viel für das Gleichgewicht in der Familie tun.“










