(openPR) Oppenheim/Rhein (mxp) – Die erste Märzdekade ist vorüber – Zeit um diese bemerkenswerte Dekade Revue passieren zu lassen.
Sie begann mit einem Paukenschlag, denn besonders am ersten und zweiten März waren rekordverdächtige Temperaturen registriert worden, denn aufgrund der eingeflossenen arktischen Kaltluft und der beachtlichen Schneedecke im Südosten sowie der klaren Nächte waren die Voraussetzungen vielversprechend. Doch waren es auch Rekorde?
Tatsächlich gab es nur örtlich neue Dekadenrekorde, so in Augsburg mit minus 25 Grad am 1.März. Dies übertraf bei weitem den bisherigen Dekadenrekord von minus 18,4 Grad vom 4. März 1987. Der Station München/Flughefen gelang mit minus 24,3 Grad gegenüber dem bisherigen absoluten Minimalwert von minus 23 Grad, die aus dem 6. März 1971 stammen, eine Überflügelung des alten Rekordwertes um mehr als 1 Grad, und die Station Stuttgart/Echterdingen konnte sich mit minus 18,4 Grad in die Rekordliste eintragen, denn der bisherige Wert von minus 16,2 Grad am 6. März 1949 wurde klar übertroffen. Die Station Regensburg, für die bisher minus 17,3 Grad vom 2. März 1963 zu Buche standen, konnte diesen Rekord 22 Jahre später um 0,2 Grad verbessern.
In Kempten konnte am ersten Märzmorgen hingegen kein neuer Rekord vermeldet werden. Hier standen die registrierten minus 23 Grad einem Rekordwert – ebenfalls vom 6. März 1971 - von minus 24,2 Grad gegenüber und auch Oberstdorf schrammte mit minus 24 Grad an einem neuen Dekadenrekord vorbei, denn der alte Rekord lag bei minus 25,3 Grad. Auch dieser Wert stammt aus der Rekorddekade 1971, in der vielerorts Negativrekorde der Temperatur registriert wurden. Damals flossen mit einer Nordostströmung arktische Luftmassen über Nordsibirien zu uns und sorgten für tagelangen Dauerfrost bis in die Täler – meist noch etwas heftiger als in diesem Jahr. Nicht besser erging es Karlsruhe mit einem Wert von minus 14,5 Grad - am 6. März 1895 waren minus 15 Grad gemessen worden.
Sogar Bremen gab sich reichlich Mühe. Am 4. März meldete die Station nach einer klaren Nacht in der eingeflossenen arktischen Kaltluft nach vorherigen ergiebigen Schneefällen mit mehr als 10 Zentimetern Neuschnee minus 17,2 Grad – für Bremen enorm. Doch 18 Jahre zuvor war es zum selben Datum mit minus 18,7 Grad nochmals 1,5 Grad kälter gewesen. Also doch kein Rekord!
Dagegen stehen die – nicht rekordverdächtigen - +8,1 Grad Höchsttemperatur in Aachen vom gestrigen 10. März und die mittlerweile weitestgehende abgeschmolzene Schneedecke in weiten Teilen des Nordwestens und Westens für den – nur vorläufigen - Höhepunkt einer seit Wochenanfang langsam, aber beständig nach oben gerichteten Temperaturkurve und damit für die allmähliche, aber kontinuierliche Befreiung aus dem Klammergriff dieses Winters, der zumindest teilweise den Osten und Südosten sowie vor allem die Mittelgebirge bis kommenden Montag noch unter seiner Kontrolle haben wird.
Ab Dienstag kommt in großen Schritten der Frühling zu uns und wird erst einmal für den Rest der nächsten Woche bleiben.
Autor Udo Baum, Meteorologe von "Der Wetterbote" (http://www.wetterbote.de) wünscht Ihnen einen freundlichen und frühlingshaften restlichen März.
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