(openPR) Bürgerstiftung der Kreissparkasse unterstützt Caritasnetzwerk Frühe Hilfen mit 6.000 Euro
Als einer von 5 Projektstandorten im Erzbistum Köln baut die Caritas Euskirchen seit 2007 das Caritasnetzwerk Frühe Hilfen auf, dessen zentrales Anliegen die Stärkung der Familie ist. Unmittelbare und praktische Hilfen sollen Familien so frühzeitig erreichen, dass eine Gefährdung der Kinder durch eine eventuelle Überforderung der Eltern erst gar nicht entsteht.
Das Caritasnetzwerk will die Erziehungskompetenz der Eltern stärken, ihnen helfen eine verlässliche und dauerhafte Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, und so eine altersgemäße Entwicklung des Nachwuchses sichern.
„In den letzten 3 Jahren hat die zuständige Koordinatorin Anne Winter hier viel Aufbauarbeit geleistet,“ so Fachbereichsleiterin Cilly von Sturm. Winter habe intensive Gespräche mit Kooperationspartnern aus dem medizinischen Bereich, der Kinder- und Jugendhilfe, der Seelsorge sowie aus Bildungs- und Betreuungseinrichtungen geführt. Und dies durchaus mit Erfolg, wie von Sturm betonte. So vermittele die Geburtshilfliche Station des Marien-Hospitals Besuchskontakte zu Müttern mit Neugeborenen, bei denen eine akute Belastungssituation wahrgenommen werde. Auch sei man an den Begrüßungspaketen des Kreisjugendamtes beteiligt.
Außerdem wurden bisher 17 ehrenamtliche Familienpatinnen ausgebildet. Die Qualifizierung umfasste hier 32 Unterrichtsstunden mit Inhalten wie Kommunikationstraining, Familienbilder, Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern oder auch schwierige Situationen im Kontakt mit der Familie. Im Jahr 2009 wurden pro Patin durchschnittlich 60 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit in der Familienbegleitung geleistet.
Da die Anschubfinanzierung durch den Diözesan Caritasverband Köln zum 31. Mai ausläuft, war der Fortbestand des Dienstes akut gefährdet. „Wir haben in den letzten Jahren hier bereits beträchtliche Eigenmittel zuschießen müssen, da wir nie eine Einhundert Prozent Förderung hatten,“ berichtet Caritas-Chef Franz Josef Funken. Deshalb habe man einen Förderantrag an die Bürgerstiftung der Kreissparkasse gestellt, um den Fortbestand des Dienstes für die nächsten 12 Monate zu sichern.
„Leider konnten wir ihrem Antrag nicht in Gänze entsprechen,“ bedauerte der Kuratoriumsvorsitzende Uwe Schmitz. Man habe über eine Vielzahl von Förderanträgen entscheiden müssen und die vorhandenen Mittel fair verteilen wollen. Dennoch konnten sich Funken und seine Mitarbeiter jetzt über 6.000 Euro freuen, die als symbolischer Scheck von Schmitz gemeinsam mit seinem Stellvertreter und KSK-Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Flessau überreicht wurden. „Die Summe ist für das laufende Jahr gedacht, über eine Bewilligung von Mitteln aus der Stiftung für das Jahr 2011 entscheiden wir im nächsten Jahr neu,“ machte Schmitz Funken und seinen Mitstreitern Hoffnung.
„Dafür sind wir Ihnen natürlich ausgesprochen dankbar, hilft Ihre Zuwendung uns doch, das Netzwerk erst einmal fortzuführen,“ so Funken. Man habe sich außerdem entschlossen, durchaus in Kenntnis der aktuellen Haushaltslage, einen Förderantrag beim Kreis Euskirchen zu stellen. „Der beste Fall ist der, der gar nicht erst entsteht. Nicht nur menschlich, sondern auch was die finanziellen Folgen anbelangt,“ betonte Funken. Der Ansatz möglichst früh gefährdete Familien zu unterstützen senke langfristig auch die Kosten des Kreises.













