(openPR) Das Patchwork-Konzept für die geriatrische Rehabilitation in Rheinland-Pfalz ist nach Worten des medizinischen Leiters der Brohltalklinik, Dr. Heinz L. Unger, verantwortlich für die schlechte Versorgung alter Menschen in unserem Land. Die CDU Brohltal hatte bereits zum Jahresbeginn die Brohltal-Klinik besucht und von den Problemen erfahren. Nun wurde das Versprechen eingelöst, mit Verstärkung der Bundes- und Landtagsabgeordneten wieder zu kommen. „Die Brohltalklinik ist eine enorm wichtige medizinische Einrichtung für die gesamte Region - insbesondere aufgrund der Fachrichtung für unsere Senioren. Wir wollen diese medizinische Facheinrichtung daher mit aller Kraft bei uns im Brohltal erhalten“, sagte der Vorsitzende der CDU-Brohltal Tino Hackenbruch.
Bei dem Besuch der Bundestagsabgeordneten für den Kreis Ahrweiler, Mechthild Heil und dem Landtagsabgeordneten Guido Ernst in der geriatrischen Reha-Klinik in Burgbrohl im Rahmen des Projektes „Politik vor Ort“ der CDU Brohltal, unterstrich der kaufmännische Direktor des Marienhaus-Klinikums im Kreis Ahrweiler, Bernd Witte die Problemstellung. Wegen des Sparzwanges, der durch die Krankenkassen ausgeübt werde, könnten die meisten medizinisch erforderlichen Folge- und Rehabilitationsbehandlungen nicht mehr durchgeführt werden. Alte Menschen werden in Kurzzeitpflege abgeschoben, die keine wirklichen Gesundung gewährleiste. Diese Umsteuerung durch die Krankenkassen schade nicht nur den Patienten, sondern würde auch den Bestand der sechs geriatrischen Kliniken im Land gefährden. Angesichts des demographischen Wandels sind die Kapazitäten für geriatrische Behandlung aber erforderlich, sagt der kaufmännische Leiter der Brohltalklinik, Raphael Nguyen. Es sei nicht zu verstehen, dass vorhandene Einrichtungen kaputt gespart werden und andernorts, wie in Koblenz geplant, Zentren aufgebaut werden sollen, obwohl schon jetzt nicht alle Betten durch die Kassen belegt werden. Der Patient habe ein Recht auf geriatrische Rehabilitation doch meistens keine Kraft dies vor den Sozialgerichten gegen die Kassen durchzusetzen, ergänzte Witte. Die mit der Kontrolle der Kassen beauftragte Aufsichtsbehörde, die nicht beim Gesundheitsministerium aber beim untergeordneten Landesamt installiert ist, erklärt auf Nachfrage, es gäbe bei den Krankenkassen kein fehlerhaftes Verhalten in der Genehmigung der Reha-Anträge. „Das ist der blanke Hohn“, schildert Unger. „Die Aufsichtsbehörden in RLP nehmen ihre Verantwortung bei der Kontrolle der Krankenkassen nicht wahr. Medizinisch erforderliche Rehaanträge werden häufig abgelehnt oder durch Überbürokratisierung verschleppt“. Die Kassen sparen an der falschen Stelle. Werden Reha-Anträge abgelehnt, verschlimmert sich der Gesundheitszustand des Patienten. Die Folgebehandlungen verursachen höhere Kosten als eine gute Rehabilitation. Warum werden mehr als ein Drittel der erforderlichen Maßnahmen abgelehnt und warum herrscht in Rheinland Pfalz immer noch eine Untervorsorgung? Gibt es im Landesvergleich 40 geriatrische Reha-Betten für 100.000 Einwohner, gibt es in Rheinland-Pfalz nur acht Betten pro 100.000 Einwohner. Zudem gibt es in unserem Land kein funktionierendes soziales Netzwerk für kranke und alte Menschen, bestätigt Witte.
„Wir werden die Fachpolitiker unserer Parteien auf Bundes- und Landesebene in die Sache einschalten“; sagte die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil. „Es ist ein Unding, dass die Men-schen, die den Wohlstand unseres Staates mit erarbeitet haben, im Alter vernachlässigt werden. Es werde konkrete Maßnahmen geben, um die Finanzierung der Geriatrie in Rheinland-Pfalz und speziell den Bestand der Brohltalklinik zu gewährleisten, betont Guido Ernst. Dazu seien auch Gespräche mit dem Landessozialministerium erforderlich. Die CDU sagte weiterhin Ihre volle Unterstützung der Brohltal-Klinik zu.












