(openPR) Oppenheim/Rhein (mxp), Udo Baum, Meteorologe - Besonders im Westen hat sich seit Montag der feste Griff des Winters im Flachland merklich gelockert. Grund hierfür ist ein Drehen der Strömung von einer nordöstlichen auf eine nördliche bis nordwestliche Richtung, mit der Meeresluftmassen subtropischen Ursprungs über die Nordsee – wenn auch durch einen weiten Umweg über Grönland und damit in abgekühlter Form - vor allem in die Westhälfte unseres Landes gelangen.
Bereits am Sonntag hatte sich die weit von Süden nach Südgrönland gelangte Warmluftblase auf den Weg nach Südosten gemacht und ist nun zum Wochenanfang bei uns eingetroffen. Zu verdanken haben wir dies dem über dem Nordmeer liegenden Tief "Erwin", das auf seiner Vorderseite diese milderen und feuchten Luftmassen aus Nordwesten zu uns führt.
Zwar dringt rückseitig des Tiefs heute nochmals Kaltluft arktischen Ursprungs über Skandinavien südwärts vor, doch sie wird durch den bei uns von Westen steigenden Luftdruck und die damit immer mehr auf nordwestliche bis westliche Richtungen drehende Strömung ostwärts abgedrängt und erfasst so nur noch die Osthälfte Deutschlands. Damit ist heute an der Oder nochmals Dauerfrost um minus 2 Grad oder darunter zu erwarten, während im westlichen Rheintal die Temperaturen weiterhin auf Werte um 5 Grad liegen werden. Immerhin dürfte die vor allem im Bergland wieder etwas kältere Luft zusammen mit vorübergehend wachsendem Hochdruckeinfluss durch "Frieda" dafür sorgen, dass in den Nächten auch im Westen in der Nacht auf Donnerstag und auf Freitag wieder mit leichten bis mäßigen Nachtfrösten gerechnet werden muss.
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Ein nochmaliges Aufbäumen des Winters der nasskalten Art steht uns dann voraussichtlich am Wochenende bevor, wenn ein Tief vom Nordmeer südostwärts zieht und sich dabei verstärkt. Am Freitag und Samstag machen sich auf seiner Vorderseite mit einer westlichen Strömung zuvor aber nochmals in verstärktem Maße mildere Atlantikluftmassen bemerkbar, lassen die Höchstwerte im Nordwesten auf 7 bis 8 Grad steigen und auch im Flachland des Ostens allmählich Tauwetter aufkommen, bevor zum Sonntag dahinter kalte Meeresluft über das Nordmeer heran transportiert wird, sodass die Höchstwerte bis Anfang nächster Woche auch im Westen bei vielen Wolken und Aprilwetter eher wieder leicht unter die 5-Grad-Marke gedrückt werden dürften. Lediglich im Lee der Mittelgebirge - wie beispielsweise im Rhein-Main-Gebiet - sind mehr Auflockerungen und dadurch Werte um 5 Grad möglich.
Ob sich in der nächsten Woche im Lauf der zweiten Wochenhälfte der Winter dann aus ganz Deutschland samt seinen Mittelgebirgen verabschiedet, ist aufgrund der zu großen Zeitspanne noch fraglich, aber relativ wahrscheinlich. Für die Wintersportler bleibt somit wohl nur noch dieses Wochenende, um die guten Schneeverhältnisse in unseren Mittelgebirgen gebührend auszunutzen.
Die Meteorologen von "Der Wetterbote" (http://www.Wetterbote.de) wünschen Ihnen eine erfolgreiche und gesunde Woche.
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1997
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