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Bankier Edouard Stern in Genf erschossen

04.03.200509:27 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Bankier Edouard Stern in Genf erschossen
Bankier Stern wurde in genf erschossen aufgefunden
Bankier Stern wurde in genf erschossen aufgefunden

(openPR) Genf - Der französische Bankier Edouard Stern ist in Genf ermordet worden. Die Leiche des 50-Jährigen wurde an seinem Wohnort in Genf von Mitarbeitern seines Investmentfonds IRR gefunden. Diese seien von Sterns Haushälterin in die Wohnung gelassen worden, nachdem sie sich wegen der Abwesenheit des Chefs Sorgen gemacht hätten.



Geschäftspartner von Stern in Monaco und in Grossbritannien bestätigten, dass es sich um den französischen Privatbankier Edouard Stern handle. Offensichtlich wurde er erschossen. Wie der Genfer Untersuchungsrichter Michel Graber mitteilte kann bestätigt werden, dass ein Gewaltverbrechen vorliege, die genauen Umstände des Vorgangs sind aber offensichtlich noch nicht klar. Die Wohnung von Stern befindet sich im Quartier Rive im fünften und obersten Geschoss eines Hauses, wo auch ein Polizeiposten untergebracht ist. Die Türe zum Innern des Gebäudes ist verschlossen und der Eingang mit einer Videokamera überwacht. Die Polizei fand keine Einbruchspuren.

Stern war in Hochfinanz-Kreisen eine schillernde Persönlichkeit und galt als knallharter Banker. Er entstammt aus einer Bankiersfamilie und war bereits im Alter von 22 Jahren in die familieneigene Bank Stern eingestiegen. Schon zwei Jahre später zwang er seinen Vater aus der Bank auszusteigen, um selber die Leitung und die Aktienmehrheit der Bank zu übernehmen. Stern verkaufte die Bank an libanesische Partner, leitete sie aber noch bis 1998. Der Verkauf der Familienbank katapultierte Stern auf den 38sten Platz der 400 reichsten Franzosen. Als Schwiegersohn von Michel David-Weill, dem Chef der französischen Geschäftsbank Lazard, galt er lange als dessen Kronprinz. „Bis in fünf Jahren, weiss ich ob Edouard in die Lazard Philosophie passt“, meinte David-Weill in einem Interview mit Forbes. Schwiegersohn Stern, zog schließlich 1997, bereits nach vier Jahren, im Kampf um die Nachfolge den Kürzeren. Lazards Pressesprecher Richard Silverman, kommentiert den Tod Sterns nicht.

Im April 1998 gründete Stern die International Real Returns LLC (IRR) mit Eurazeo einer Lazard Holding, Mainz Holdings Ltd einer Stern Firma in den Virgin Islands und Jeffrey Keil Direktor der Republic New York Corporation. Laut Schweizer Handelsregister residierte die Firma IRR auch in Genf. Einer der IRR Verwaltungsräte war ebenfalls im Verwaltungsrat der Tradeco Limited aus Nassau / Bahamas, an dessen Zweigniederlassung in Genf. Richard Brennecke, ein amerikanischer Geschäftsmann und als notorischer Lügner bekannt gewordene Vertrags - Agent behauptete gegenüber Journalisten, dass die Firma Tradeco eine der wichtigsten CIA Finanzgesellschaften in Europa war. „Diese Firma befasste sich vor allem mit Waffenlieferungen in den Iran. Für gewisse Geschäfte verhandelte sie sogar direkt mit Teheran“. Der Geschäftsleiter von Tradeco, James R. Fees, verweigerte ein Gespräch mit den Journalisten, war aber einflussreich genug, deren Telefone abhören zu lassen. Fees arbeitete über 25 Jahre für den Geheimdienst und war als Stations Leiter in Ägypten, bevor er ende der 70er Jahre nach Genf kam. Laut Brenneckes Aussagen, waren die Waffenlieferungen Teil des Geiselgeschäftes von 1980/81. 1999 berieten Stern und zwei ehemalige Lazard Banker Edmond Safra, den Gründer der Republic Bank of New York, beim $7.7 Milliarden schweren Verkauf von Safras Bank an die HSBC Holding Plc. Edmond Safra verbrannte 1999 in seiner Wohnung in Monaco. Das Feuer wurde von seinem Krankenpfleger gelegt, just bevor der Deal vollendet war. Die zur Republic Bank of New York gehörende Republic New York Corporation Air Transport, war jene Firma die im Iran – Contra Skandal auftauchte.

Ab 2000 begann Stern Aktien des Londoner Industrieunternehmens Delta PLC zu kaufen. Als er 26% der Aktien erworben hatte, er wurde somit zum grössten Einzelaktionär, machte er sich so zum Vorsitzenden der Firma. Die Gesellschaft habe am gestrigen Mittwochabend (02.03.2005) auf Grund von entsprechenden Berichten vom Tod von Stern in Genf erfahren, heisst es in einer Stellungnahme von Delta Plc.

Im August 2000 übernahm die IRR Brasilien zusammen mit der Columbia University New York, der Penguin Holding, Eduardo Costantini Junior und Roger Wright 27% der erfolgreichen Kunsthändler Firma Latinarte.com. Die Firma handelt mit südamerikanischer Kunst mit Stützpunkten in Buenos Aires, São Paulo, Mexico City, Miami, New York, Bogota, Caracas, Lima, Montevideo, Santiago und Quito. Der Verwaltungsrat setzt sich aus Eduardo Costantini einem privaten Investor, Veronica Allende Serra von IRR, Marina Kessler & Hernan Fligler Mitgründer von Latinarte.com und Nicolas Helft Director of Art zusammen.

In den letzten Jahren versuchte Stern vergeblich, Unternehmen wie die Chemiegruppe Rhodhia oder der Brillenvertrieb GandVision zu übernehmen. Im April 2003 wurde Stern aus dem Verwaltungsrat der französischen Spezialitätenchemie-Gruppe Rhodia geworfen, nachdem er vergeblich versucht hatte, CEO Jean-Pierre Tirouflet aus dem Amt zu drängen. Der Financier verfügte über einen eigenen Jet und ein beträchtliches Vermögen, das er laut Tribune de Genève zuletzt zunehmend in osteuropäische Immobilien investiert hatte. Er präsidierte zuletzt den Verwaltungsrat des britischen Engineering-Unternehmens Delta Plc.

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