(openPR) Wie es Wohnungsunternehmen gelingt, Mieter einzubinden und sich sozial zu engagieren, ohne die Betriebswirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren.
Am 22. April 2010 veranstaltet die BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e.V., Berlin eine Tagung zu den Möglichkeiten und Herausforderungen des sozialen Engagements von Wohnungsunternehmen. Dr. Christian von Malottki, Referent des Institut Wohnen und Unwelt GmbH (IWU) wird die Ergebnisse der Studie „Neue Soziale Fragen des Wohnens“ vorstellen, die das IWU im Auftrag des VdW südwest erstellt hat. Die Studie stellt verschiedene erfolgreiche Projekte vor und verrät, worauf geachtet werden sollte, um Fehlentwicklungen entgegenzusteuern.
Über ein Erfolgsmodell aus Hessen wird Volker Behnecke, Geschäftsführer der Wohnbau GmbH Gießen, berichten. Die Wohnbau GmbH kam auf die Idee, in Quartieren mit hoher strukturbedingter Arbeitslosigkeit die brach liegende Arbeitskraft der Mieter für die Instandsetzung der eigenen Wohnanlagen einzusetzen. Aus Sicht des Wohnungsunternehmens entstand eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Die Bewohner erhielten qualifizierte Arbeitsplätze. Das Wohnungsunternehmen profitierte vom Werterhalt der Gebäude. Und weil nicht nur handwerkliche, sondern auch mieterorientierte Dienstleistungen erbracht werden, trägt das Projekt zur Kundenzufriedenheit und Mieterbindung im gesamten Wohnumfeld bei.
Bei allen erfolgreichen Beispielen bleibt doch immer die Frage, ob sich das Engagement auch „rechnet“. Frank Benischke, Geschäftsführer der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft mbH, Neubrandenburg stellt ein Modell vor, mit dem sich die betriebswirtschaftlichen Effekte von sozialen Maßnahmen beschreiben lassen.
Über die Segregation von ALG II Empfängern in bestimmtem Wohngebieten diskutieren auf der Tagung die Vorstände und Geschäftsführer von Wohnungsunternehmen mit Dr. Sybill Klotz, Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales in Tempelhof-Schöneberg und Konrad Tack, Geschäftsführer des JobCenters Neukölln. Dabei wird es auch um die Frage gehen, ob zukünftig Wohnungsunternehmen in die Bresche springen sollten, wenn finanzschwache Kommunen bei der Sozialarbeit sparen.
Die Tagung BBA-Tagung „Soziales Management. Modernes Sozialmanagement in Wohnungsunternehmen“ findet am 22. April 2010 in Berlin statt. Sie kostet 468 Euro (390 Euro für BBA-Mitglieder) inkl. Tagungsunterlagen und Verpflegung.









