(openPR) Eine kleine Rempelei, Rauferei auf dem Schulhof, im Schwimmbad wird die Tasche geklaut: Alles Situationen, die wir alle noch aus der eigenen Kindheit kennen. Doch was, wenn das eigene Kind wirklich zum Opfer wird? Wie können wir Kinder schützen in einer Zeit, in der Gewalt im Alltag stark zunimmt?
In Karlsruhe hat der Gewaltpräventions-Experte und Kampfkunstlehrer Jürgen Pottiez hierauf eine Antwort. Ab April 2010 startet in verschiedenen Locations in Karlsruhe und Umgebung eine neue Serie von „Gewaltprävention für Kinder“, einem auf Kinder verschiedener Altersstufen zugeschnittenen Programm, das speziell auf die Bewältigung von alltäglich auftretender Gewalt ausgelegt ist. Denn auf Gewalt treffen Kinder oft - viel zu oft.
"Alles, was andere Menschen von uns verlangen oder mit uns machen, wir aber nicht wollen, ist Gewalt.", erklärt Jürgen Pottiez, „ Bedrohung beginnt für ein Kind, wenn ein stärkerer Jugendlicher oder Erwachsener es als Opfer aussucht – also lange bevor körperliche Gewalt einsetzt. Unser Schwerpunkt liegt auf der Befreiung aus der Opferrolle. “
Das Unterrichtsprogramm, welches in jahrelanger Feinarbeit von Kampfkunstlehrern, Psychologen und Beamten der Polizei stetig weiterentwickelt wurde, soll Kinder stark und selbstbewusst machen und vor jeglichen Übergriffen schützen.
Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen typische Konfliktsituationen, denen die Kinder im Alltag (in der Schule, auf der Straße, im Verein ...) ausgesetzt sind. Diese werden mit den Kindern besprochen und gemeinsam wird in kleinen Rollenspielen nach Lösungen gesucht. Sie sollen den Kindern helfen, Gefahren einzuschätzen und selbstbewusst mit ihnen umzugehen. Die Kinder lernen, durch einen starken Blick, Stimme, Gestik, Mimik und aufrechter Körperhaltung die richtigen Signale zu „senden“, d.h. auch gegenüber Erwachsenen „Nein“ zu sagen.
Jürgen Pottiez : „ Unser Gewaltpräventionskonzept ist nicht zu verwechseln mit einem Selbstverteidigungskurs! Wir können und wollen in unseren Gewaltpräventionsseminaren Niemanden zu einem unbesiegbaren Zweikämpfer schulen.“
Dass der Spaß und die Bewegungsfreude der Kinder hier auch nicht zu kurz kommt, ist für den erfahrenen Ausbilder eine Selbstverständlichkeit.







