(openPR) 1848 war Prenzlauer Berg noch ein fast unbebauter Hügel vor der Stadt. Zwischen Feldern stand auf diesem Hügel ein Baum, der am 18. März 1848 zum Schauplatz einer Demonstration wurde: die einsame Pappel. Berlinerinnen und Berliner trafen sich auf dem Hügel bei der einsamen Pappel und machten ihrem Unmut über die herrschenden Verhältnisse Luft. Die Pappel von einst gibt es heute nicht mehr, aber an der selben Stelle steht heue immer noch eine Pappel, die an die Märzdemonstration erinnert. Dier Baum ist eine der ersten Stationen auf Cliewe Juritzas Stadtführung auf dem Weg zum Kollwitzplatz.
Umbrüche gab es viele im Viertel rund um den nach der Malerin Käthe Kollwitz benannten Platz. Die friedliche Revolution 1989 führten dazu, dass am 18. März 1990 die ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR stattfinden konnten Die Berlinerinnen und Berliner haben damals – gegen den DDR-Trend – die SPD weit nach vorne gewählt. Prenzlauer Berg galt als “Arbeiterviertel” und als sozialer Brennpunkt. Das hat sich in den letzten 20 Jahren gründlich geändert. Heute gilt Prenzlauer Berg als schick, beinahe zu schick.
Cliewe Juritza, Inhaber von Cliewe Stadtführungen, geht den stadträumlichen und politischen Veränderungen in Prenzlauer Berg auf seiner Führung nach. Der im Kiez aufgewachsene Stadtführer zeichnet die Spuren der Geschichte des Viertels auf. Dazu gehört die Entstehung als Neubauviertel auf dem Hügel der Märzdemonstration, genau wie Hinterhöfe, Kellerwohnungen, die Spuren von Antisemitismus, die Berliner Mauer und die Entwicklungen der letzten 20 Jahre.
Die Stadtführung “Vielfalt auf engstem Stadtraum – quer durch den Kollwitzkiez” beginnt am 21. März 2010 um 11 Uhr am U-Bahnhof Eberswalder Straße, Ausgang Cantianstraße (unter der Hochbahn). Sie kostet pro Person 10 EUR, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.













