(openPR) „Geschichte lebt durch Geschichten“ lautet die Überschrift zur Website Gedächtnis der Nation des Vereins „Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation“. Die Erinnerungen des Berliners Cliewe Juritza sind nun Teil dieses Gedächtnisses.
Prof. Guido Knopp (ZDF) und Hans-Ulrich Jörges (stern) haben das Projekt ins Leben gerufen, um Geschichten von Zeitzeugen filmisch zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Die Aufnahmen werden aufbereitet und auf der Website des Projektes bzw. auf YouTube veröffentlicht. Stadtführer Cliewe Juritza hat im Interviewbus Platz genommen und seine gelebten Geschichten erzählt.
Er berichtet von seiner Jugend in der DDR, in Prenzlauer Berg in Ost-Berlin, dem Urlaub auf Usedom, vom Skateboard fahren unter dem Fernsehturm und einem Besuch in der damaligen US-Botschaft in der Neustädtischen Kirchstraße in Berlin. Ein Fluchtversuch aus der DDR brachte ihn ins Gefängnis. Auch Erlebnisse aus einer bedrückenden Haftzeit hat der Berliner geschildert. Der erlösende Freikauf kam 1985 und öffnete die Gefängnistür für einen Neubeginn im Westen. Durch den Mauerfall bekam er die Möglichkeit wieder in seinen Heimatbezirk Prenzlauer Berg zu ziehen, und ausgerechnet hier wurde er von einem Ewiggestrigem älteren Herrn beschimpft: „Dich hat man vergessen zu erschießen!“ Wohl der beste Beweis, wie wichtig es ist, gelebte Geschichte zu erzählen und immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.
Alle veröffentlichten Videos können abgerufen werden auf YouTube oder der Website des Projekts und sind nun auch thematisch gebündelt über einen Link auf der Homepage des Stadtführers www.cliewe-berlin.de zu erreichen. Die beste Gelegenheit die Geschichten zu hören, ist auf einer privaten Stadtführung mit Cliewe Juritza. Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch Berlin lässt er seine Erinnerungen direkt vor Ort aufleben und bettet diese in die Geschichte der Stadt ein.













