(openPR) Konflikte sind nicht zu verhindern. Aber man kann lernen, Konflikte konstruktiv zu führen und Konfliktpotenzial dort zu minimieren, wo es steuerbar ist.
Hamburg, 07. Februar 2005 - Jeder unternehmerische Veränderungsprozess, jede Teamarbeit, jede Verhandlungsführung oder Zielvereinbarung ist potenziell konfliktgefährdet. Unterschiedliche Meinungen, Einstellungen und Bedürfnisse können auf einander stoßen und einen Konflikt auslösen. Beispielsweise, weil eine Aufgabe missverständlich kommuniziert wurde, Zielvorstellungen auseinander gehen, sich jemand durch die Art oder das Werteverständnis des Anderen angegriffen fühlt oder man sich in einer Vorgehensweise uneins ist. Tauchen Konflikte auf, sind sie Krise und Chance zugleich: Die Krise entsteht dann, wenn Konflikte nicht aufgelöst werden können und damit die Kraft bekommen, Veränderungen zu verhindern, Arbeitsprozesse auszubremsen, Projekte und Zielvorhaben zum Scheitern zu bringen. Die Chance von Konflikten besteht darin, aus den unterschiedlichen Sichtweisen und Ansätzen der Konfliktparteien zu lernen. So gesehen können Konflikte zu einer unternehmerischen Bereicherung werden, die neue Entwicklungspotenziale und Ressourcen aktivieren und kreative Prozesse anstoßen. Grundsätzlich sind Konflikte nicht zu verhindern. Sie basieren auf der in uns liegenden Schwierigkeit, die Andersartigkeit des Anderen zu verstehen und mit ihr umzugehen. Aber man kann lernen, Konflikte konstruktiv zu führen und Konfliktpotenzial dort zu minimieren, wo es steuerbar ist.
Ob ein Konflikt eskaliert oder als Chance für ein lernendes Miteinander genutzt wird, hängt also von der eigenen Kompetenz zum Konfliktmanagement ab. Hierunter zählen Fähigkeiten wie beispielsweise die Kenntnis über das eigene Konfliktverhalten, Kommunikations- und Dialogfähigkeiten, die Konflikt(früh)erkennung und –steuerung, das Erkennen von Zusammenhängen und Hintergründen sowie praktische Ansätze und Strategien zur Lösung von Konflikten.
Es gibt leichte Konflikte, die durch Missverständnisse in der Kommunikation oder undeutliches Kommunikationsverhalten ausgelöst sind. Diesen vorzubeugen oder auch aufzuklären ist noch relativ einfach, indem man am eigenen oder internen Kommunikationsverhalten arbeitet. Schwieriger zu lösen sind Konflikte, bei denen sich die Konfliktparteien existenziell angegriffen fühlen, weil ihre Meinung in Frage gestellt wird. Die emotionale Bindung oder Identifikation mit einem persönlich für richtig empfunden Standpunkt kann so stark sein, dass wir uns bei einer Ablehnung oder in Fragestellung unserer Einstellung persönlich angegriffen und verletzt fühlen. Das führt dazu, dass Menschen in der Regel ihre Ansichten verteidigen und versuchen, Macht über andere zu gewinnen. Für eine nachhaltige Konfliktlösung ist hier den wirkenden Ursachen, dass heißt den inneren Überzeugungen und Haltungen auf den Grund zu gehen, die unterschwellig unsere Interaktionen und Handlungen bestimmen. Dieses ermöglicht, die tieferen Beweggründe für Störungen in der Kommunikation zu erkennen und neue Ansätze im Denken und Handeln zu erschließen. Ohne diese Klärung der Hintergründe bzw. Ursachen des Konflikts bleibt ein gewünschter oder auch geforderter Einigungsversuch in der Regel eine Scheinlösung. Das ursprüngliche Problem bleibt unerkannt, schwelt in der Tiefe weiter und bricht früher oder später an einer anderen Stelle wieder aus.
Ein lernendes und insofern überlebensfähiges Unternehmen beruht also nicht auf der Suche nach Harmonie, sondern auf dem konstruktiven Umgang mit Konflikten. Wenn Konflikte nicht zugedeckt, sondern aufgedeckt werden, besteht die Chance, die Hintergründe zu erkennen und über das Verständnis der Gegenseite neue Denkansätze und Handlungsspielräume zu entwickeln. Dieses Vorgehen ermöglicht, unternehmerische Energie und Entwicklungsfähigkeit in der Breite freizusetzen.
Die Erkenntnis, dass ein konstruktiver Umgang mit Dissens eine wirksame und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit fördert, veranlasst heute bereits Unternehmen, eine Kultur des Hinterfragens (challenge culture) zu institutionalisieren, indem sie ständig nach gegensätzlichen Sichtweisen suchen und den daraus resultieren Prozess managen.
IN:MISSION CONSULTING bietet sowohl Beratung, Training, Coaching und Supervision zum Thema Konfliktmanagement in Unternehmen an.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Sabine Nölke
fon +49 40 879 737 83
IN:MISSION CONSULTING
Institut für Life- & Business-Mastership
http://www.inmission.com













