(openPR) Mit 220 Jahren ist die Theatergesellschaft Bad Endorf nicht nur ältester Verein der Marktgemeinde, sie betreibt auch das drittälteste Theater Bayerns und gilt mit ihren religiösen und lustigen Bühnenstücken als herausragender Kulturträger der Region. Diese Leistung wird im Jubiläumsjahr 2010 mit einer Uraufführung unterstrichen. Pünktlich um 14 Uhr öffnet sich am Pfingstmontag, den 24. Mai der Vorhang für das religiöse Schauspiel „Mutter Teresa, Engel der Armen“.
Verfasst wurde das Bühnenstück von Horst Rankl, seit 2003 amtierender Präsident des Verbandes Bayerischer Amateurtheater. Den Rosenheimern ist Rankl als Spielleiter der Historischen Stadtspiele auf dem Max-Josefs-Platz bestens bekannt, in Bad Endorf machte er sich 2007 als Autor des höchst erfolgreichen Stücks „Benedikt von Nursia“ einen Namen. Sein neuestes Werk, in dem das Leben von Mutter Teresa, der Wohltäterin von Kalkutta dargestellt wird, führt den Zuschauer unter anderem in das Elendsviertel Motijhil, wo sie den Armen und Kranken mit Herzblut und Engagement, oft unter Lebensgefahr beistand. Es zeigt auch den Streit mit ihren kirchlichen Vorgesetzten und der britischen Kolonialmacht, die keineswegs erfreut auf die Taten der emsigen Ordensschwester reagierten. Zielstrebig, oft auch störrisch setzte sich Teresa ihr ganzes Leben lang über gut gemeinte Ratschläge und Anweisungen des britischen Königshauses hinweg. Nur das Wohlergehen der Ärmsten von Kalkutta, vor allem wenn es Kinder waren, lag ihr am Herzen. Der gegen Ende ihres Lebens um ihre Person entstandene Medien-Rummel interessierte sie nicht.
Herbert Ramoser, langjähriger Spielleiter im Bad Endorfer Theater, inszeniert die insgesamt elf Aufführungen, die jeweils Freitag um 20 Uhr und Sonntag um 14 Uhr gespielt werden. Für die Hauptrolle wählte er mit Christine Grießl eine erfahrene und beliebte Spielerin. Hinzu kommen über sechzig Darsteller, die in aufwändigen Volksszenen indische Bettler, britische Soldaten und Ordensschwestern verkörpern. Kinder spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, schließlich galt die Fürsorge Teresas hauptsächlich ihnen. Auch die Gegenspieler, darunter der Erzbischof und ein finsterer Kali-Priester fehlen nicht. „Das Stück wird eine große Herausforderung für alle Beteiligten“, prophezeite Ramoser auf der Generalversammlung. Er ist sich aber sicher, dass seine Truppe ihn auch dieses Jahr nicht im Stich lassen und das Stück zum erwarteten Erfolg führen wird.
Leicht wird die Aufgabe nicht, denn neben der Uraufführung werfen noch weitere Höhepunkte ihre Schatten voraus. Am 12. Juni richtet die Theatergesellschaft Bad Endorf den Bezirkstag des Verbandes Bayerischer Amateurtheater aus, zu dem befreundete Bühnen aus Nah und Fern erwartet werden. Nachdem Mutter Teresa die Bühne verlassen hat, wird das lustige Sommerspiel wie jedes Jahr das Publikum zum Lachen bringen. Das Jubiläumsjahr endet Mitte September mit einer großen Feier zum 220-jährigen Bestehen, die zusammen mit dem Rauchclub als Patenverein und der Musikkapelle Bad Endorf durchgeführt wird. Die Vorbereitungen zu diesem Fest laufen bereits. Konrad Breitrainer aus Rohrdorf verfasst dazu eine umfangreiche Chronik, die Geschichte und Wirken des Theatervereins widerspiegelt.
Karten für das Stück „Mutter Teresa – Engel der Armen“ können voraussichtlich ab 12. April unter der Telefonnummer 08053-3743, der Faxnummer 08053-795091 und im Internet auf www.theater-endorf.de vorbestellt werden. Die Kasse im Volkstheater, Rosenheimer Straße 6, 83093 Bad Endorf ist ab April von Montag bis Freitag, jeweils 9:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. Karten können dort persönlich abgeholt werden.
















