(openPR) Fast wie die deutsche Nationalmannschaft beim ersten WM-Spiel legte auch die Theatergesellschaft Bad Endorf eine hervorragende erste Halbzeit hin.
Das noch bis zum 27. Juni laufende Mutter Teresa-Spiel entwickelt sich zum Kassenschlager, Freitag wie Sonntag strömen tausende Besucher in das drittälteste Theater Bayerns. Weihbischof Bernhard Haßlberger vom Erzbistum München und Freising, der eine der Nachmittagsvorstellungen besuchte, zeigte sich so begeistert, dass er den Bad Endorfer Spielern spontan seinen Segen gab. Autor Horst Rankl, Präsident des Verbandes Bayerischer Amateurtheater und Verfasser des Stücks „Mutter Teresa – Engel der Armen“ entschloss sich ebenso spontan eine Gastrolle zu spielen. Als armer Inder bettelte er in einer Volksszene gekonnt um Almosen. Vorstand Markus Mädler, Spielleiter Herbert Ramoser und die Mitwirkenden auf und hinter der Bühne haben allen Grund zur Zufriedenheit.
Ein zweites Tor fiel mit dem harmonisch und erfolgreich verlaufenen Bezirkstag des Verbandes Bayerischer Amateurtheater, den die Theatergesellschaft vom 11. bis 13. Juni ausrichtete. Sowohl das liebevoll inszenierte Märchen „Peter Pan“, gespielt von den Kieferer Wichtln als auch das von den Gastgebern aufgeführte historische Potpourri, in dem 220 Jahre Bad Endorfer Theatergeschichte gezeigt wurden, erhielten tosenden Applaus. Wenn sich ein durchaus kritisches Publikum, das sich vor allem aus Spielleitern, erfahrenen Theaterspielern und Vorständen zusammensetzt so laut klatscht, darf das als besondere Ehre angesehen werden. Auch ein kranker Junge aus der Ukraine, der dringend eine teure medizinische Behandlung benötigt, dürfte sich freuen. Beim Potpourri wurde kein Eintritt verlangt, sondern um eine Spende gebeten. Die Musikkapelle Bad Endorf, die während der Umbaupausen spielte, verzichtete auf ihre Gage. 1.000 Euro kamen bei der Benefizveranstaltung am Ende zusammen. Eine weitere Gelegenheit zum Spenden haben Interessierte am 30. Juni um 19 Uhr auf der Landesgartenschau in Rosenheim. Dort führen die Bad Endorfer das Potporri noch einmal auf.
Eine Halbzeitpause gibt es allerdings nicht. Seit Wochen wird für das Lustspiel „Weiberwallfahrt“ geprobt, das vom 23. Juli bis 20. August, jeweils freitags um 20 Uhr aufgeführt wird. Es handelt von der Liebe und ihren Tücken, aber auch von der Kluft zwischen Arm und Reich – was der Geschichte einen aktuellen Bezug verleiht. Das Jubiläumsjahr endet am 18. September mit einer großen Feier zum 220-jährigen Bestehen, die zusammen mit dem Rauchclub als Patenverein und der Musikkapelle Bad Endorf durchgeführt wird. Die Vorbereitungen zu diesem Fest laufen seit Monaten. Konrad Breitrainer aus Rohrdorf verfasst dazu eine umfangreiche Chronik, die Geschichte und Wirken des Theatervereins widerspiegelt.
Karten für das Stück „Mutter Teresa – Engel der Armen“ und auch für die „Weiberwallfahrt“ erhalten Sie unter der Telefonnummer 08053-3743, der Faxnummer 08053-795091 und im Internet auf www.theater-endorf.de. Die Kasse im Volkstheater, Rosenheimer Straße 6, 83093 Bad Endorf ist von Montag bis Freitag, jeweils 9:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. Karten können dort persönlich abgeholt werden.













