(openPR) Schon nach einigen Tagen auf der Insel gewinnt man fast den Eindruck, der Name Pere Seda, die Weine und prägnanten Etiketten würden einen verfolgen. Ganz gleich ob im Supermarkt, in der Wirtschaft um die Ecke, im Hausflur oder beim geselligen Abend im Grünen, überall sticht einem Pere Seda ins Auge. Woran liegt das? Woher kommt dieser Verfolgungswahn? Zum einen wohl daher, dass die Kellerei aus Manacor die zweitgrößte der Insel ist und die Jahresproduktion von 650.000 Flaschen großen Anklang findet. Zum anderen sind es die Mallorquiner selbst, die die Qualität und das gute Preis-Leistungsverhältnis bevorzugen. Hier, mitten in Manacor, reden wir über weite Dimensionen im Keller sowie im Weinberg. Weit mehr als 100 Hektar Rebfläche werden vom Familienbetrieb, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurde, bearbeitet. Die Bodega sieht ihren Vorteil klar darin, dass die Weinberge in der Region Pla i Llevant weitläufig verteilt sind und über verschiedenste Böden sowie unterschiedlichstes Mikroklima verfügen. Für die Cuvées und sortenreinen Weine werden Trauben aus optimal korrespondierenden Lagen genutzt. Bedingt durch die mediterrane Hitze und die Größe der Bodega wird während der Ernte Tag und Nacht gearbeitet. „Quantität statt Qualität“ ist für Tofol Reus, Chef der Bodega, und sein Team ein Fremdwort. Bereits im Weinberg wird mit der Hand selektioniert und erst danach mit der Maschine geerntet. Der Fokus der Bodega liegt auf ihrem breiten Portofolio, das von den autochthonen Rebsorten bis hin zu internationalen Gewächsen reicht. Dabei genießen Manto-Negro, Callet und Prensal Blanc klare Priorität. Im Ortskern von Manacor lassen wir uns von den signalgelben Schildern zur Bodega leiten. Eine derart genaue Beschilderung gilt auf der Insel als wahre Seltenheit. Um so mehr verwundert es uns, dass wir hinter den großen grauen Toren keine öffentliche Weinerlebniswelt vorfinden. Noch nicht!!! Denn das Ziel des Familienunternehmens ist es, die Tore in den kommenden zwei Jahren für interessierte Touristen und Weinfreunde zu öffnen, um sich und die Weine im stimmungsvollen Ambiente zu präsentieren. Rekordverdächtige Flaschenlagerung Bei unserem Besuch werden wir zwischen der neuen Barriquelieferung aus Ungarn und Frankreich, einer steinalten Pumpe und endlos langem Schlauchgewirr von der kompletten Chefriege persönlich empfangen und durch die heiligen Hallen geführt. Der Innenhof gleicht einem Ameisenhaufen: Reges Treiben, schnelles Arbeiten und fleißige Hände, wohin man auch sieht. Hier entstehen junge, frische Weine bis hin zu Reservas, die alle den traditionsreichen Namen Pere Seda tragen. Doch bevor es soweit ist, lagern die Flaschen nach altbewährter Methode. Früher wurden die Weine zum Reifen in gemauerte Betontanks gefüllt. Später hat man die Zwischenwände entfernt und die Tanks zu einem großen Lagergang verbunden. Hier werden nun die Flaschen übereinander gereiht aufbewahrt. Was auf der Insel Usus ist, grenzt bei Pere Seda allerdings an einen Rekord, der viel Fingerspitzengefühl erfordert. In einer Kammer lagern mehr als 18.000 Flaschen neben-, über- und hintereinander. Das sollte man gesehen haben. Ebenfalls beeindruckend ist die Kelterhalle mit 40 Jahre alten Holzfässern und dem unglaublichen Fassungsvermögen von mehr als 50.000 Litern. Was nach einer Antiquität aussieht, ist im Inneren mit modernster Kühltechnik ausgestattet. Wir sind verblüfft von viel Bewegung, routinierten Abläufen und erstaunlichen Resultaten. Bei Pere Seda schauen sich Tradition und Fortschritt in die Augen. Der Name steht für Größe und Qualität aus einem Guss! Eine Geschichte, geschrieben von einer Familie und das seit mehr als 100 Jahren.












