(openPR) Juana und Gabriel Oliver Moragues, die sich als Sprösslinge der Ribas-Familie zum alten mallorquinischen Winzeradel zählen dürfen, führen die Possessió Binicomprat in Algaida zusammen. Das Anwesen ist nicht nur Bodega, sondern auch ein sehr gemütliches, agrotouristisches Landhotel. Es handelt sich hierbei um das Stammhaus der Familie Ribas. Das Landgut ist so alt, dass es schon aktenkundig war, als Jaime I. Mallorca im Jahre 1229 von den Mauren zurückeroberte. Seit dem Jahr 1511 befindet es sich im Besitz der Familie und wie die 49-jährige Johanna sagt, wurde hier schon immer Wein produziert. Das Gut gehört also in die Riege der wirklichen mallorquinischen Urgesteine. Im Jahre 1997, nachdem Juana und Gabriel schon einige Erfahrungen auf anderen Weingütern der Familie sammeln durften, entschieden sie sich, der Possessió Binicomprat einen entscheidenden Impuls zu geben und verschrieben sich ganz dem Projekt der OM-Weine. Geführt wird die Bodega OM-Oliver Moragues heute von Sohn Carlos. Er will in Zukunft ein Besucherzentrum einrichten, das neben der Degustation auch Möglichkeiten für Diskussionen zum Thema Wein bietet – mehrsprachig versteht sich. Da er laut eigener Aussage eigentlich nur eine kurze Weile in Berlin gelebt hat, waren wir bei unserem Besuch doch ziemlich überrascht, mit was für einem geschmeidigen Deutsch er uns durch die Winkel der Bodega führte. Damit gehört Oliver Moragues zu den ganz wenigen Bodegas auf Mallorca, bei denen man Führungen auch ohne Englisch- oder Spanischkenntnisse machen kann. Bei unserer Visite stach uns unter anderem eine kleine Kapelle im alten Anwesen ins Auge, die wohl aufwendig restauriert wurde und noch immer einen Eindruck gibt, wie es hier vor 500 Jahren ausgesehen haben könnte. Wir wissen zwar nicht, ob die Bodega es anbietet, aber hier ließe sich wirklich gut eine Hochzeit im kleinen Rahmen austragen – bei Bedarf also einfach mal nachfragen! Naturverbundene Weinkultivierung Das ganze Gelände von Binicomprat umfasst 70 Hektar, auf denen sich Pinienwälder und Steineichen befinden. Eine naturverbundene Weinkultivierung, die die natürliche Umgebung erhält, liegt den Moragues sehr am Herzen. Wein wird lediglich auf sieben Hektar produziert, wobei sich hier sowohl autochthone mallorquinische wie auch internationale Rebsorten wiederfinden, so z.B. Manto -Negro, Callet, Gargollassa, Cabernet, Syrah, Merlot, Prensal Blanc, Giró Blanc, Chardonnay und Viogner. Das Hauptaugenmerk ist dabei aber auf die Trauben aus Übersee gerichtet. Mit den weißen Rebsorten werden zur Zeit lediglich Versuche unternommen. Es dürfte also noch eine gewisse Weile dauern, bis das Weinportfolio in diese Richtung erweitert wird. Auch in den Weinbergen lässt man ökologisch-bewusste Sorgfalt walten, indem man sich unter anderem auf reine Handlese beschränkt. Um die knappe Kapazität auszugleichen (sieben Hektar Anbaufläche sind verhältnismäßig klein), hat man sich auch etwas einfallen lassen: Man kauft Trauben alter Reben von Weingütern der Familienbande. Und dies aus einfachem Grund: Da weiß man, was man hat!











