(openPR) Stadtrat rettet Projekte der Jugendarbeit – künftige Finanzierungsnöte eröffnen neuen Handlungsbedarf
In seiner Sitzung am 27.01.2010 hat der Stadtrat den Haushaltsplan der Stadt Chemnitz für 2010 beschlossen. Dabei wurden die von der SPD und der Linken im Jugendhilfeausschuss am 12.01.2010 gegebenen Versprechen, sich um Deckungsquellen zur Nachfinanzierung von vier Projekten der Kinder- und Jugendarbeit zu bemühen, gehalten und mehrheitlich im Stadtrat umgesetzt. Die von Schließungen bedrohten Projekte Bumerang des SWF e.V., Radio T e.V. und der AWO-Jugendklub Focus können ebenso weiter arbeiten wie das für Kürzungen vorgesehene Verreiser-Projekt der Kindervereinigung Chemnitz e.V.. „Es ist nun am Netzwerk gelegen,“ – so Jan Koch, Vorstandsvorsitzender des Netzwerkes für Kultur- und Jugendarbeit e.V. – „sich in aller Öffentlichkeit für das Engagement der Stadträtinnen und Stadträte zu bedanken! Ganz besonders danken wir auch allen vornehmlich jungen Menschen, die sich so intensiv für ihre Jugendeinrichtungen eingesetzt und Solidarität gezeigt haben. Dieses demokratische Engagement hat sich also gelohnt!“ Insbesondere die Medien haben in beispielhafter Weise die Anliegen der Jugendhilfe begleitet und damit breite, öffentliche Diskussionen möglich gemacht.
Endgültig bleiben dagegen die Schließung des Jugendclubs Benario vom AJZ e.V. und die empfindlichen Kürzungen beim Armen Theater e.V.. „Mit Blick auf die zu erwartende Situation der kommunalen Finanzen, werden in den nächsten Jahren sicher noch weitere Einschnitte zu befürchten sein.“ so Karen Pethke, Koordinatorin im Netzwerk. In den nächsten Wochen und Monaten werden sich die Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und den Zusammenschlüssen der freien Träger in einem neuen Ideen- und Arbeitsprozess engagieren müssen! Ziel muss es sein, der sich abzeichnenden angespannten Haushaltslage tragfähige Konzepte entgegensetzen zu können und an der richtigen Stelle zu sparen, ohne jedoch die Angebote der Jugendhilfe und die Interessen der Kinder und Jugendlichen in Frage zu stellen. Zu einer entsprechenden Auftaktveranstaltung hatte das Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V. am 3. Februar 2010 eingeladen.









