(openPR) Im Jahr 2008 hatte pro iure animalis erstmals den IGNORO verliehen, einen Preis für herausragende "Verdienste" wider den Tierschutzgedanken. Dabei konzentriert sich die Tierrechtsinitiative bei der Nominierung der Preisträger auf Persönlichkeiten aus Rheinland-Pfalz.
Frau Margit Conrad, Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, ist die diesjährige Preisträgerin. Die Jagd und auch Tier- und Umweltschutz fallen in das Aufgabengebiet der Ministerin; dass die Interessen dieser beiden Aktionsfelder schier unvereinbare Standpunkte ...
Im Jahr 2008 hatte pro iure animalis erstmals den IGNORO verliehen, einen Preis für herausragende "Verdienste" wider den Tierschutzgedanken. Dabei konzentriert sich die Tierrechtsinitiative bei der Nominierung der Preisträger auf Persönlichkeiten aus Rheinland-Pfalz.
Frau Margit Conrad, Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, ist die diesjährige Preisträgerin. Die Jagd und auch Tier- und Umweltschutz fallen in das Aufgabengebiet der Ministerin; dass die Interessen dieser beiden Aktionsfelder schier unvereinbare Standpunkte darstellen, begründet sich in der Sache selbst, hat doch die Jagd eindeutig die größere Lobby, was den Tierschutz regelmäßig und fortwährend unter die Räder kommen lässt. Dieser Lobbyismus wird von Frau Conrad mitgetragen, indem die Jagd immer noch in absurder Form als aktiver Umwelt-, Tier- und Naturschutz propagiert wird. Die Presseabteilung des Ministeriums bezeichnet die Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz auch mal gerne in offiziellen Verlautbarungen als "Jagdministerin".
Der Standpunkt, den die "Jagdministerin" einnimmt, lässt natürlich keine adäquate Beschäftigung mit den Belangen des Tierschutzes zu; jede sachliche und fachliche Auseinandersetzung würde sehr schnell die Absurditäten in der Argumentation der Jagd-Lobby an den Tag fördern und müsste dann zwingend ein Handeln im Sinne des Tierschutzes nach sich ziehen. Um sich diesem Spannungsfeld zu entziehen, verzichtet Frau Conrad von vorn herein - trotz mehrfachem Gesprächsangebot - auf den Dialog mit Tierrechtlern und Tierschützern.
Bei dem Entwurf zur Novellierung des Landes-Jagdgesetzes aus dem Hause Conrad bleibt der Tierschutz dann vollends auf der Strecke, bleibt doch Fallenjagd und Haustierabschuss weiterhin erlaubt.
All diese Aspekte haben Frau Conrad zum "IGNORO 2009" verholfen. pro iure animalis hat am 20. Januar 2009 der Ministerin die Urkunde mit einer Laudatio per Post zukommen lassen. Die Urkunde zeigt die Zeichnung des überfahrenen Igels "Ignoro" - die Reifenspur auf seinem Rücken symbolisiert das Unter-Die-Räder-Kommen des Tierschutzes.
Mit der Verleihung dieser provokanten Auszeichnung verbinden die Tierrechtler die Hoffnung, einen Impuls dahingehende setzen zu können, dass endlich umfassend die Aspekte des Tierschutzes in die Diskussion um die Jagd und Jagdpraktiken mit einbezogen werden.










