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Digitalisierung der Dokumente aus der Nachkriegszeit abgeschlossen

15.01.201017:43 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Digitalisierung der Dokumente aus der Nachkriegszeit abgeschlossen
Die Dokumente aus der Nachkreigszeit haben einen Umfang von 4,5 Millionen Abbildungen und 500 GB.
Die Dokumente aus der Nachkreigszeit haben einen Umfang von 4,5 Millionen Abbildungen und 500 GB.

(openPR) Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat die Digitalisierung seiner Archivbestände aus der Nachkriegszeit abgeschlossen. Es handelt sich um Dokumente zu Displaced Persons und zur Emigration nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. „Dieser Bestand im Archiv des ITS ist noch kaum erforscht“, sagte der Bereichsleiter Archiv, Udo Jost. „Er bietet einen guten Einblick in das Leben nach dem Überleben und die Migrationsbewegungen infolge des Krieges.“ Datenkopien der Dokumente hat der ITS diese Woche an Partnerorganisationen in Israel, den USA, Polen, Luxemburg und Belgien überreicht.



Die Dokumente geben Aufschluss über das Schicksal von Menschen, die ihrer Heimat beraubt und aus Konzentrationslagern, Zwangsarbeit und teilweise Kriegsgefangenschaft befreit worden waren. Konkret umfasst der Bestand Unterlagen aus deutschen, österreichischen, italienischen und britischen Lagern für Displaced Persons. Hinzu kommen Emigrationslisten, Unterlagen von Flüchtlingsorganisationen wie dem UNHCR sowie Listen von Überlebenden des Holocaust, die jüdische Organisationen zusammengestellt hatten.

Zu den Dokumenten aus den DP Camps zählen hauptsächlich 350.000 sogenannte CM1-Fragebögen der Alliierten (Care and Maintenance/Fürsorge und Unterhalt). „Die Menschen geben darin ihre Erlebnisse während des Krieges wieder und begründen ihren Wunsch nach Auswanderung“, berichtete Jost. Die Digitalisierung des gesamten Dokumentenbestandes aus der Nachkriegszeit hat anderthalb Jahre in Anspruch genommen. „Die Unterlagen sind jetzt auch in der Datenbank des ITS in Bad Arolsen recherchierbar“, sagte Jost. „Dies dient dem Schutz der Originale und erleichtert Forschern den Zugang zu den Informationen.“

Die Dokumente von Flüchtlingsorganisationen sowie aus österreichischen, italienischen und britischen DP Lagern (ca. 2,3 Millionen Abbildungen) hat der ITS diese Woche in Kopie auch Yad Vashem in Jerusalem, dem US Holocaust Memorial Museum in Washington, dem Nationalen Institut des Gedenkens in Warschau, dem Dokumentations- und Forschungszentrum über den Widerstand in Luxemburg sowie dem Belgischen Staatsarchiv in Brüssel ausgehändigt. Im vergangenen Jahr hatte der ITS bereits einen ersten Teilbestand (DP Unterlagen aus Deutschland und Listen von Holocaust-Überlebenden, ca. 2,2 Millionen Abbildungen) überreicht. Auf Beschluss des Internationalen Ausschusses, der die Tätigkeit des ITS überwacht, kann jeder der elf Mitgliedsstaaten eine digitale Kopie der in Bad Arolsen vorhandenen Unterlagen anfordern.

Damit wurden jetzt insgesamt rund 84,5 Millionen Abbildungen und circa 6,5 Terabyte an Daten an die verschiedenen Einrichtungen überreicht, darunter Dokumente zu Konzentrationslagern, Ghettos und Gefängnissen (ca. 18 Millionen Abbildungen), die Zentrale Namenkartei des ITS (ca. 42 Millionen Abbildungen), Registrierungskarten von Displaced Persons (ca. 7 Millionen Abbildungen), Dokumente zum Thema Zwangsarbeit (ca. 13 Millionen Abbildungen) sowie Unterlagen aus DP Camps und zur Emigration nach dem Zweiten Weltkrieg (ca. 4,5 Millionen Abbildungen). Noch offen sind die Bestände des Kindersuchdienstes, die so genannten Sachdokumente sowie die Korrespondenzfälle.

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