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Erste Findbücher veröffentlicht

02.12.201013:38 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
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Einzeldokumente zur Zwangsarbeit
Einzeldokumente zur Zwangsarbeit

(openPR) Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hat die ersten vier Findbücher zu seinen Archivbeständen im Internet veröffentlicht. Sie sollen den Weg zu den Beständen und den Archivalien des ITS ebnen. „Die jetzt fertig gestellten Findbücher beschreiben Teilbereiche des Archivs, die bislang für die Forschung kaum zugänglich waren“, sagte Karsten Kühnel, Archivar und Abteilungsleiter Katalogisierung beim ITS. „Ihre Veröffentlichung ist ein erster, bedeutender Schritt, dem noch viele folgen werden.“



Die vier Findbücher widmen sich thematisch den Beständen im Archiv des Suchdienstes zur Zwangsarbeit, zu den Todesmärschen aus Konzentrationslagern, zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt und zum Verwaltungsamt für innere Restitutionen. Dieses war unter anderem für die Rückerstattung von persönlichem Eigentum der Häftlinge aus ehemaligen Konzentrationslagern zuständig. Die Erschließung erfolgte nach der Herkunft der Dokumente ebenso wie nach ihrem Inhalt. Insgesamt werden damit jetzt knapp 3000 Archiveinheiten aus dem Bestand des ITS beschrieben. Das entspricht nach ihrem Umfang etwa fünf Prozent des Gesamtbestands.

„Die Anzahl der Findbücher wird sukzessive erweitert“, verspricht Kühnel. „Wir haben uns jetzt vor allem Teilbereichen gewidmet, die im bisherigen Inventarverzeichnis kaum erwähnt werden oder für laufende Forschungsprojekte von besonderem Interesse sind.“ So bietet etwa das Findbuch zu den Todesmärschen erstmals einen detaillierten Einblick in die Bemühungen der Alliierten zur Identifikation der tot aufgefundenen Opfer der „Evakuierungen“ von Konzentrationslagern während der letzten Kriegsmonate. Und das Findbuch „Personenbezogene Einzeldokumente zu ehemaligen Zwangsarbeitern auf Mikroformen oder CD“ eröffnet die Möglichkeit, gezielt nach regionalen Gesichtspunkten zu recherchieren.

„Die Bestände des ITS sollen für alle historischen Fragestellungen zugänglich sein. Das ist unser Ziel“, so Kühnel. Bisher ist eine Recherche in der Datenbank des ITS vorwiegend über den Namen eines Opfers der NS-Verfolgung, weniger aber über Orte, bestimmte Ereignisse oder die Herkunft des Dokuments möglich. Die Findbücher werden auch im Internet publiziert, so dass Forscher sich einen konkreten Überblick über die einzelnen Teilbestände des ITS verschaffen können.

Für den Internationalen Suchdienst ist die bessere Erschließung der Dokumente eine vordringliche Aufgabe, nachdem das Archiv vor drei Jahren für die historische Forschung geöffnet wurde. Seitdem erhielt der ITS 4200 Anfragen zu Forschungszwecken. 1200 Besucher haben hierfür selbst vor Ort recherchiert. Die Findbücher liegen vorläufig nur auf Deutsch vor.

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