(openPR) - Besonders ältere Menschen kämpfen mit extremen Wetterbedingungen -
Der Winter hat ganz Deutschland in seinem eiskalten Griff. Manche können die weiße Pracht genießen, doch für viele sind Temperaturen von bis zu Minus 22 Grad kein Wintermärchen. Auch für dieses Wochenende sind weitere Schneestürme vorhergesagt. Deshalb ist vor allem für ältere Menschen besondere Vorsicht geboten.
„Solche extremen Wetterlagen können sehr gefährlich für die Gesundheit sein“, weiß Dr. Marcel Blonder, Leitender Oberarzt am Otto-Fricke-Krankenhaus, Zentrum für Geriatrie und Orthopädie, in Wiesbaden und Bad Schwalbach. Draußen herrscht eine trockene Kälte, drinnen wird ordentlich geheizt. „Deshalb ist es wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um einer Erkältung und Herz-Kreislauf-Störungen vorzubeugen. Zum Beispiel kann die Nierenfunktion bei Flüssigkeitsmangel eingeschränkt sein“, erklärt der Facharzt für Innere Medizin (Geriatrie). Kopfschmerzen können bei dieser Kälte nicht nur wetterbedingt, sondern auch Zeichen eines dauerhaft erhöhten Blutdrucks sein. „Besonders bei älteren Menschen hängt der Blutdruck von den Außentemperaturen ab. Die natürliche Schutzfunktion, Temperaturunterschiede auszugleichen, geht bei alten Menschen verloren“, sagt Dr. Marcel Blonder und rät bei Brustschmerzen und Blutdruckbeschwerden sofort zum Arzt zu gehen.
Viele verletzen sich in diesen Tagen durch einen Sturz auf den schnee- oder eisglatten Straßen und Gehwegen. Um nicht abrupt hinzufallen, sollten ältere Menschen beispielsweise mit Wanderstöcken gehen oder sich an Geländern festhalten. „Das Schliddern und Ausrutschen geht oft nicht glimpflich aus. Hämatome und Prellungen sowie Zerrungen und Knochenbrüche sind die Folgen von riskanten Stürzen“, so der Leitende Oberarzt. Typische Sturzverletzungen seien Handgelenk- und Schulterbrüche, Unterarmfrakturen sowie Beinbrüche. „Besonders ältere Frauen, die an Osteoporose leiden, verletzen sich oft schwer und brechen sich zum Beispiel den Oberschenkelhals. Solche Frakturen sind eine der häufigsten Diagnosen nach einem Sturz und führen zu einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit – oft für den Rest des Lebens“, warnt der Mediziner.
















