(openPR) Das künftige Leben auf unserem Planeten wird bestimmt werden durch das Schicksal, welches wir unseren Ozeanen und Meeren zugedacht haben. Ob der ansteigende Meeresspiegel nun zur Unbewohnbarkeit heute dicht besiedelter Küstenstreifen oder Unfinanzierbarkeit von erforderlichen Küstenschutzmaßnahmen führt, bleibt letztlich gleich. Es werden Wanderungsbewegungen von Umweltflüchtlingen einsetzen, denen sich die heutige sogenannte erste Welt zwar noch einige Zeit durch drastische Abwehrmaßnahmen erwehren wird können, doch werden auch diese Gesellschaften dem Druck von außen und innen nicht standhalten und auseinanderbrechen. Und dies geschieht vor dem Hintergrund weltweiten Nahrungs- und Flächenmangels, da jedenfalls die Meere als Nahrungslieferant endgültig ausgedient haben.
Diese Zukunftsvision gehört sicherlich zu den Pessimistischeren, doch liegt sie nicht nur im Bereich des abstrakt Möglichen, sondern konkret Wahrscheinlichen.
Das archiv maritim wurde 1991 als zeitgeschichtliches Archiv der Meereskunde gegründet, um durch die Bereitstellung von Informationen den Umweltschutzgedanken zu fördern. Die wachsende Bedeutung des Internet und der dadurch geschaffene allgemeine Zugang zu Informationen führte zur Frage des Sinns einer Aufrechterhaltung eines Archivs, so dass die Arbeit vor einigen Jahren eingestellt wurde. Nur - das Internet hat die natürliche Umwelt der Meere weder retten noch schützen können, so dass nun der Beschluss gefasst wurde, sich dieser Aufgabe wieder anzunehmen.
Es wäre zu schön, wenn es so einfach wäre. Doch soll nun ein Beitrag dazu geleistet werden, durch Information und konkrete Unterstützung einzelner Projekte für den Bestand der natürlichen Lebensgrundlagen der Meere und Polargebiete einzutreten.
Angesichts des anfangs beschriebenen Szenarios stellt sich die Frage, was überhaupt getan werden kann. Es ist jedes Einzelnen Entscheidung, ob die Einsparung von 140 Tonnen CO2 im Jahr bei Einhaltung eines vegetarischen Tags in der Woche sinnbringend ist oder ob die unbestrittene Erwärmung das Ergebnis einer vom Menschen unbeeinflussbaren natürlichen Warmzeitperiode ist - oder auch nicht. Und falls die Klimaerwärmung menschengemacht ist, ist es gleichgültig, ob dieser durch eine Reduzierung von Treibgasen oder der alleinigen Konzentration auf nicht-fossile Energiequellen zu begegnen ist. Diese Entscheidung wird - wenn überhaupt - von der Politik, der Wirtschaft, der Gesellschaft getroffen, begleitet durch die Medien und vielleicht noch der Öffentlichkeitsarbeit international agierender NGO’s wie Greenpeace, WWF und vielen anderen mehr.
Mit der Wiederaufnahme der Arbeit des archiv maritim e.v. und durch eine neue Internetpräsenz (www.archiv-maritim.org) soll versucht werden, die Auswirkungen fortschreitender Temperaturerwärmung auf die Meere und Polargebiete sowie den dadurch bedingten Einfluss auf die Lebensräume der von den Meeren abhängigen Tierwelt einfach und zusammenfassend darzustellen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Meere als Nahrungsquelle für den Menschen gelegt werden soll. Daneben werden regionale Projekte vorgestellt, um deren Unterstützung wird werben. An den Verein gezahlte Spenden können konkret auf eines der vorgestellten Projekte bezogen werden, sie können jedoch auch ohne bestimmte Zweckbestimmung geleistet werden. Sie werden auf jeden Fall mit geringst möglichem Abzug an die Projekte ausgezahlt, wobei die Verwendung von weitergeleiteten Spenden wiederum einer regelmäßigen Kontrolle unterliegt. Die jährlichen Geschäftsberichte, denen die konkrete Unterstützung der unterstützten Projekte zu entnehmen sein wird, werden regelmäßig veröffentlicht werden, um von Anfang an eine möglichst große Transparenz zu gewährleisten.













