(openPR) Birgit Rabisch erzählt die Lebensgeschichte dreier Frauen: Großmutter, Mutter und Tochter. Erst ganz zum Schluss des Romans wird entschlüsselt wer die vierte im Bunde ist, Verena, die Erzählerin. Während die Großmutter, Emma, einen Wissenschaftler heiratet und den Wissenschaftsbetrieb als Außenstehende erlebt, sind Wilhelmine und Irène das genaue Gegenteil. Emma heiratet den viele Jahren älteren Witwer ihrer Schwester Anna. Ihr Ehemann Erich Hartkopf ist Chemiker, der sich bereitwillig und aus Überzeugung in die Giftgasforschung einspannen lässt. Von den Kindern überlebt nur Wilhelmine. Sie wird eine berühmte Physikerin. Wir ihr Vater gerät sie in Konflikt mit der Politik. Sie möchte die Bombe verhindern. Die berühmtesten Physiker der damaligen Zeit melden sich lebhaft und leidenschaftlich zu Wort. Irène erleidet dasselbe Schicksal wie ihre Mutter. Für sie wird die Gentechnik zur Gewissensfrage. Während sie auf den Anruf aus Stockholm wartet, nimmt vielleicht Verena den Hörer in die Hand. Danach könnte beider Leben einen Faden wiederaufnehmen, der vor Jahrzehnten getrennt wurde.
Das Leben der drei (genaugenommen vier) Frauen mit seinen Hoffnungen, Nöten und Freuden ist eingewoben in die Dramatik wissenschaftlicher Forschung.
Auch wenn die LeserIn kein ausgesprochenes Interesse an der Naturwissenschaft hat, werden die Frauenschicksale nahe gehen. Sie werden in das Geschehen hineingezogen, sie werden das Ende erlesen
möchten. Ihre Bildung wird bereichert sein, das Buch wird sie beeindrucken.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, auch dann, wenn die Gedanken der Wissenschaftler fachlich werden. In Teil 1 und 2 ist das Denken betonter als in Teil 3. Zu Irène ist die Nähe der Erzählerin am engsten, was sie nicht wundern wird, nachdem sie das Buch gelesen haben.
Allen besonders empfohlen!
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und natürlich in wertvoller Hardcoverausgabe











