(openPR) Heute ist im Viertel um die Schönhauser Allee und die Gleimstraße alles friedlich. Vor 64 Jahren sah das anders aus. Im April 1945 begann die Schlacht um Berlin.
Seit Anfang 1945 rückte die Rote Armee immer weiter nach Westen vor. Etwa 2,5 Millionen Soldaten hatte die Sowjetunion für den Sturm auf Berlin zusammengezogen. Die deutsche Wehrmacht kämpfte dagegen einen aussichtslosen Kampf. Nach mehr als sechs Jahren im Angriffskrieg mit mehreren Fronten, war die Wehrmacht am Ende. In Berlin wurden unter Durchhalteparolen die letzten möglichen Kämpfer im so genannten Volkssturm aufgeboten: Kinder, Jugendliche, ältere Männer und verbliebene Einheiten der Waffen SS und der Polizei. Etwa 250.000 Tote, knapp die Hälfte davon Zivilisten und um die 450.000 Verwundete forderte die sinnlose Verteidigung Berlins.
Auf der Stadtführung: “Leben und Sterben in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in Prenzlauer Berg” berichtet Stadtführer Cliewe Juritza, Inhaber von Cliewe Stadtführungen, wie die Menschen in dem Viertel um die Schönhauser Allee die Schlacht von Berlin erlebt haben. Dazu hat er verschiedene Frauen und Männer befragt, die das Ende des 2. Weltkriegs in Prenzlauer Berg noch miterlebt haben. Er erzählt ihre persönlichen Geschichten und Erlebnisse weiter und erklärt, wo Sie am Stadtbild erkennen können, was sich hier in den letzten Kriegstagen abgespielt hat. Den Umgang der DDR mit dem Kriegserbe zeigt er an seiner alten Schule in der Greifenhagener Straße. Während der Führung verknüpft Cliewe Juritza die über 150jährige Geschichte von Prenzlauer Berg mit den Ereignissen des Krieges und seinen Kindheitserfahrungen im Kiez.
Die Stadtführung beginnt heute, am 11.12.2009 um 13 Uhr. Treffpunkt ist das Kino Collosseum an der Schönhauser Allee Ecke Gleimstraße (S/U-Schönhauser Allee). Infos unter 0179 - 47 29 007.













