(openPR) Stuttgart, 05.12.2009. Dank dem Übereifer von Gemeinderäten und Bürgermeistern werden die meisten Schlachthäuser im kommunalen Besitz mit Ende dieses Jahres geschlossen. Die „EU-Verordnungen“ schrauben die hygienischen Anforderungen ab dem Jahr 2010 gnadenlos nach oben, erzwingen hohe Investitionen oder führen gleich zur Insolvenz der kleinen dezentralen kommunalen Schlachthäuser. Die Bundesregierung nimmt in Brüssel diese katastrophale Entwicklung widerstandslos hin.
Dabei brauchen sich unsere regionalen Schlachthäuser im jetzigen Zustand im Vergleich mit Rumänien, Bulgarien und anderen EU-Ländern nicht zu verstecken. Lebensmittelskandale treten in Deutschland nur im Zusammenhang mit Großbetrieben auf.
Kurze Transportwege zu den Schlachthäusern und regionale Vermarktung garantieren Transparenz und Vertrauen in die Fleischverarbeitung und sichern das Überleben vieler Kleinbetriebe zusammen mit den damit verbundenen Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.
Der Hinweis, man könne in privaten Schlachthöfen schlachten, klingt wie Hohn. Welcher Unternehmer hat schon gerne Konkurrenz im eigenen Betrieb! Dazu kommen hohe Gebühren und lange Verkehrswege.
Wir befürchten, dass dies nur der Anfang der systematischen Ausrottung von kleinen Betrieben im Schlachtgewerbe insbesondere im ländlichen Raum ist.
„Die Großkonzerne wollen den Markt allein und mit regionaler Monopolstellung beliefern.“ Das liegt Kilian Kronimus, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden der ödp, schwer im Magen. „Ich habe die Gammelfleischskandale noch lange nicht verdaut.“
Die ödp fordert daher sowohl den Erhalt der kommunalen Schlachthäuser durch die Absenkung der Fleischbeschaugebühren auf ein landeseinheitliches Niveau und die Rücknahme der neuen Hygienevorschriften auf das bisherige Niveau.












