(openPR) Unter Berufung auf einen Mönch aus dem Kloster Sera in Südindien teilte der Sender Voice of Tibet am Samstag mit, daß drei tibetische Mönche in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, im April 2009 zu Haftstrafen unterschiedlicher Länge verurteilt wurden.
Dem Mönch Samdup vom Kloster Sera zufolge wurden Tsewang Dakpa, Thupten Gyatso und Gyatso Nima am 6. Juni 2008 wegen einer Protestaktion im Bezirk Drango, TAP Kardze, festgenommen. Sie hatten antichinesische Parolen gerufen, die Freilassung des Panchen Lama Gendun Choekyi Nyima gefordert und die chinesische Regierung für fünfzig Jahre der Tyrannei und Unterjochung des tibetischen Volkes getadelt. Sie verlangten auch, daß Seine Heiligkeit der Dalai Lama in den Potala Palast zurückkehren dürfe. Nur eine halbe Stunde konnten sie ihre Parolen rufen, dann wurden sie von den Sicherheitskräften verhaftet und zusammengeschlagen.
Keiner wußte, wo die drei festgehalten wurden. Es kursierten Gerüchte, daß Tsewang Dakpa schon gestorben sei *. Irgendwann fanden die Angehörigen der drei Mönche dann heraus, daß diese in einem Gefängnis in einem Vorort von Chengdu inhaftiert sind. Tsewang Dakpas Vater versuchte zusammen mit einem Verwandten, seinen Sohn im Gefängnis zu besuchen, aber die Gefängnisleitung erlaubte es ihm nicht.
Besagter Quelle zufolge wurden Tsewang Dakpa zu sieben Jahren Gefängnis, Thupten Gyatso zu drei Jahren und Gyatso Nima zu einem Jahr verurteilt.
* Siehe: Das TCHRD erinnert an den 11. Internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer:
http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2008/Foltertag.html
Quelle: www.phayul.com, 19. Oktober 2009













