(openPR) Frankfurt am Main, 2. November 2009 – Heutzutage verfügen die meisten Spiele über Online-Funktionen: Viele werden online vertrieben, andere können kostenlos downgeloadet oder im Browser gespielt werden. Als eines der am schnellsten wachsenden Segmente des Marktes, werfen die Online-Spiele jedoch zahlreiche Rechtsfragen auf: Worin unterscheidet sich also der Online-Vertrieb von der klassischen Distribution? Wie müssen die Vertragbedingungen gestaltet werden und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gilt es zu beachten? Bei GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am 18. November geht Dr. Andreas Lober von der Frankfurter Kanzlei Schulte Riesenkampff diesen und weiteren sich aus der Online-Distribution von Spielen ergebenden Fragestellungen nach.
Wie jede Gemeinschaft bedarf auch eine Online-Community verbindlicher Regeln. Unfaires Spielverhalten oder gar Gesetzesverstöße innerhalb dieser nicht selten einige hunderttausend oder gar Millionen Spieler umfassenden Gemeinschaften müssen geahndet werden können. Verständlicherweise bestehen die Betreiber auf einer Art virtuellen Hausrecht, für das sämtliche Spielregeln jedoch in eine Rechtsform gegossen werden müssen. Dies sei bei Online-Spielen möglich, da es eine direkte Vertragsbeziehung zwischen Spieler und Anbieter gebe, so Lober.
Als weiteres Beispiel für einen speziellen Regulierungsbedarf nennt Lober den Einsatz virtueller Währungen: Zahlreiche der kostenlos erhältlichen Online-Spiele finanzierten sich durch kostenpflichtige "Premium Features", so Lober. Häufig werden diese von den Spielern mittels einer virtuellen Währung bezahlt, die sie zuvor für echtes Geld erworben haben. "Je nach Ausgestaltung kann eine solche virtuelle Währung ein Fall für die Bankaufsicht sein; auch das Verbot illegalen Glücksspiels ist zu beachten, wenn diese nach dem Zufallsprinzip ausgespielt wird", sagt Lober.
Dr. Andreas Lober (Schulte Riesenkampff) promovierte über Jugendschutz bei Computerspielen. Er berät führende Unternehmen der Gamebranche u. a. bei der Implementierung neuer Geschäftsmodelle, dem Schutz geistigen Eigentums, der Vertragsgestaltung und in Gerichtsverfahren. Ferner betreibt Dr. Lober den Blog www.gamelwablog.de
GAMEplaces BUSINESS & LEGAL am 18.11.:'Alles online, oder was?'
8:00 – 10:00 Uhr in der IHK Frankfurt am Main (Raum London im 4. OG), Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
Die Teilnahme ist nach Anmeldung auf www.gameplaces.de kostenlos.
Termin- & Themenvorschau
'Rights Clearance: Verträge mit Kreativen' (G. Hettinger) am 10.2.2010
'Rechtliche Rahmenbedingungen der Lizenzierung' (D.Böttcher) am 25.3.2010













