(openPR) Wohnanlage Bochum: Wohnungsgrößen variabel veränderbar / Leichte Trennwände aus schalldämmenden Ziegelverbund-Platten
Hochwertiger Wohnungsbau verknüpft im Idealfall zeitlos attraktive Architektur mit durchdachten Grundrissen sowie Baustoffen, die zur Wohnbehaglichkeit beitragen. Wie solche Ansprüche preisgünstig umzusetzen sind, zeigt eine aus drei Häusern errichtete Geschoss-Wohnanlage in Bochum-Stiepel. Sehr unterschiedliche Wohnungsgrößen und ein variables „Haus-in-Haus-Konzept“ bieten individuelles Wohnen für Singles und Familien. Das solide Ziegelmauerwerk sorgt in Kombination mit einem Wärmedämm-Verbundsystem für energiesparenden Wärmeschutz. Außerdem gewährleistet die wärmespeichernde und feuchteregulierende Fähigkeit des porosierten Ziegels jederzeit ein behagliches Raumklima. Leichte Trennwände aus zweischaligen Ziegelverbundplatten erzielen ein Schalldämm-Maß von 52 Dezibel und garantieren durch speziell entwickelte Wand- und Decken-Anschlussprofile eine hervorragende Schallentkoppelung.
Der Ortsteil Stiepel im Süden von Bochum ist eine für das Ruhrgebiet typische, ehemals vom Bergbau geprägte Siedlung mit dörflichem Erscheinungsbild. Die aus drei identischen Häusern bestehende Wohnanlage nimmt die vorhandene dörfliche Bebauungsstruktur am Dorfplatz auf und setzt sie in moderne Architektur um.
Reizvoll gegliederte Fassaden
Die kompakten und somit nutzflächenoptimierten zwei- bis dreigeschossigen Häuser mit Flachdach werden durch Vor- und Rücksprünge der Fassaden optisch reizvoll gegliedert. Die äußeren Treppenaufgänge in das Obergeschoss wirken nicht wie bei vielen Geschosswohnungsbauten störend, sondern sind gestalterisch überzeugend in die Hausarchitektur eingebunden. Auffällig ist das als zurückgesetztes Staffelgeschoss ausgebildete Dachgeschoss. Die zwei Maisonette-Wohnungen des Obergeschosses verfügen neben zusätzlicher Nutzfläche im Dachgeschoss jeweils über eine großzügig dimensionierte Dachterrasse. Um möglichst viel Fläche für nutzbare Außenräume sicherzustellen, sind die Pkw-Stellplätze der Hausbewohner Grundfläche sparend im Untergeschoss angeordnet.
Haus-in-Haus-Konzept
Trotz der verdichteten Bauweise mit eingeplanten fünf Wohneinheiten pro Haus wird vom Bauherrn, der WTM Jungkunst Wohnungsbau GmbH, viel Wert auf individuelles, flexibel veränderbares Wohnen gelegt. Daher sind die Grundrisse so angelegt, dass mit geringem Aufwand die Wohnungsgrößen einem über die Jahre veränderten Nutzflächen-Bedarf der Bewohner angepasst werden können. Nach dem Haus-in-Haus-Prinzip ist so etwa das Einrichten eines Mehr-Generationen-Hauses quasi durch „Zuschalten“ von Räumen problemlos möglich.
Die Wohnungsgrößen reichen von der 1-Zimmer-Wohnung mit 39 Quadratmetern bis zur 5-Zimmer-Wohnung mit 179 Quadratmetern. Jede Wohnung verfügt über einen eigenen Hauseingang.
Flächensparende schlanke Außenwand
Hohe Wirtschaftlichkeit war neben der Materialgüte eines der zentralen Kriterien bei der Auswahl des Wandbaustoffes. „Wir haben uns bei der Hausgestaltung und den Baustoffen neben ökonomischen Aspekten von traditionellen baumeisterlichen Werten wie Dauerhaftigkeit und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur leiten lassen. Beim ausgewählten Unipor-Blockziegel der S-Klasse überzeugen sowohl das Preis-Leistungsverhältnis als auch seine bauphysikalischen und ökologischen Qualitäten“, erklärt die zuständige Architektin Cornelia Neubürger. Mit einem Wandaufbau aus 17,5 Zentimetern Mauerwerk und einem zehn Zentimeter dicken Wärmedämm-Verbundsystem aus Mineraldämmplatten wird ausreichender baulicher Wärmeschutz sichergestellt. Durch eine zulässige Druckspannung von 1,6 MN/m² ist zudem die sichere Tragfähigkeit gewährleistet.
Ein weiterer Pluspunkt: Die hohe Wärmespeicherfähigkeit des Ziegelmauerwerks kommt dem sommerlichen Wärmeschutz der Häuser zugute. Denn die tagsüber gespeicherte Wärme aus der Sonneneinstrahlung wird vom Ziegelmauerwerk erst mit zeitlicher Verzögerung während der kühleren Abendstunden an die Innenräume abgegeben. Dank der Zwischenspeicherung der Sonnenwärme sind keine aufwändigen Sonnenschutz- und Belüftungseinrichtungen erforderlich, um die zulässigen Grenzwerte für die Raumtemperatur gemäß DIN 4108-2 einzuhalten.
Eingebauter Feuchteausgleich
Der mit Leichtmörtel (Mg IIa) vermauerte Blockziegel (Format 12 DF, Rohdichte 0,8 kg/dm³, Lambda = 0,39 W/mK) schützt zudem das aufgebrachte Wärmedämm-Verbundsystem vor Durchfeuchtung. Da sich bei einer Zusatzdämmung der Taupunkt in der Regel innerhalb der Dämmschicht befindet, kann entstehendes Tauwasser seine Wärmedämmfähigkeit verringern. Porosierte Ziegel trocknen aufgrund der Verdunstung des Tauwassers im Sommer erheblich schneller aus als andere Wandbaustoffe und verhindern so eine Durchfeuchtung der Dämmung. Denn in den beim Ziegelbrand entstehenden haarfeinen Röhrchen wird bei zu hoher Raumfeuchte die überschüssige Feuchtigkeit gespeichert und bei zu trockener Luft der Raumluft wieder zugeführt. „In den Wohnungen sollen sich jung und alt jederzeit wohlfühlen“, betont die Architektin. Der Unipor-Ziegel verhindert nicht nur eine Durchfeuchtung der Dämmung, sondern leistet durch seine kapillare Struktur auch einen erheblichen Beitrag zur hohen Wohnbehaglichkeit. Eine ausgeglichene Raumfeuchte steigert das allgemeine Wohlbefinden und trägt zum Schutz der Gesundheit der Bewohner bei. Die
Gefahr der Schimmelpilzbildung wird durch die Verhinderung übermäßiger Raumfeuchte deutlich reduziert.
Schallentkoppelndes Innenwandsystem
Ein wichtiger Beitrag zur Wohnbehaglichkeit ist im Geschosswohnungsbau immer der Schallschutz. Dies gilt auch innerhalb der Wohnungen. „Neben einer ausreichenden Schalldämmung der leichten Trennwände sollte die Schallübertragung durch flankierende Bauteile durch schallentkoppelnde Maßnahmen möglichst verhindert werden“, erklärt Cornelia Neubürger.
Der Ziegelhersteller, die Baustoffwerke Hüning GmbH, hat für hohe Schallschutzansprüche ein spezielles Innenwandsystem für leichte, nichttragende Trennwände entwickelt. Neben einem hohen Schalldämmmaß von 52 Dezibel minimiert es die Schallübertragung über Decke, Boden und die angeschlossene Außenwand. Die Basis des Systems bilden zweischalige, zehn Zentimeter dicke Ziegelverbundplatten (Carrophon-Platten) und elastische Entkoppelungs-Ansatz-Profile.
Architektin und Bauherr ließen sich von den schalldämmenden Vorteilen des Systems überzeugen und waren auch mit der zügigen Erstellung der leichten Innenwände auf der Baustelle zufrieden. Die Entkoppelungs-Profile wurden vor der Verlegung der Platten per Kleber an Wand und Decke befestigt. Der Einbau der ersten Plattenlage erfolgte auf einer auf dem Boden verlegten Bitumenfilzbahn, wobei die erste Ziegelverbundplatte trocken in das in der Wandflucht fixierte Profil eingesetzt wurde. Bei den weiteren Plattenlagen wurden für die Lager- und Stoßfugen jeweils ein System-Kleber aufgetragen und die Platten im Verband versetzt verlegt.
Autor: Dipl.-Ing. Hans-Gerd Heye












