(openPR) Mit Holz auf Sicherheit bauen
Holzhäuser gewährleisten hohen Schall-, Brand- und Wärmeschutz
(HAF, Bonn) "Wer Holz als riskant einstuft, tut dem Material Unrecht", sagt Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter, Inhaber des Lehrstuhls für Holzbau und Baukonstruktion an der Technischen Universität München. Der Ingenieur und Wissenschaftler hält Holz für einen der sichersten und zukunftsfähigsten Baustoffe überhaupt. Mit dieser Meinung steht er nicht allein, wie der aktuelle Marktanteil von Ein- und Zweifamilienhäusern aus Holz mit derzeit knapp 15 Prozent belegt. Das moderne Holzhaus steht dem klassischen Massivbau in puncto Schall-, Brand- und Wärmeschutz sowie bei Lebensdauer und Werterhalt in nichts nach. Im Gegenteil: Es schneidet mitunter sogar besser ab. Auf Grund der konsequenten Überwachung durch unabhängige Institute ist der Qualitätsstandard im Holzhausbau heute höher als in vielen anderen Bauweisen.
Moderne Holzkonstruktionen sind mehrschichtig aufgebaut. Eine Vielzahl von Werkstoffen steht zur Verfügung. Je nach gewünschtem bzw. erforderlichem Schall- und Wärmeschutzgrad wird die optimale Werkstoffkombination ausgewählt. Dadurch kann die Schallübertragung im Holzhaus optimal gedämpft werden. Holzhäuser erfüllen demnach problemlos die geltenden und sogar die erhöhten Schallschutzanforderungen im Hochbau.
Geringere Heizkosten
Auch bei der Wärmedämmung schneiden Holzhäuser besser ab - und das bei geringeren Wanddicken und damit weniger Flächenverbrauch, da die Dämmmaterialien Platz sparend im Wandaufbau untergebracht werden. "Die Holzbauweise weist bezogen auf ihre Konstruktionsstärke in der Regel einen weitaus höheren Wärmedämmwert auf als die massive Bauweise", so Dipl.-Ing. Architekt Markus Julian Mayer aus München. Holz ist von Natur aus ein schlechter Wärmeleiter. Durch seine luftgefüllten Zellen werden Wärme und Kälte deutlich geringer geleitet als bei anderen Baustoffen. Die Folge: Im Winter muss weniger geheizt werden, um die sinkende Oberflächentemperatur der Außenwände zu kompensieren. Das spart Heizkosten.
Unkontrollierte Energieverluste werden vermieden. Möglich ist dies durch den hohen Vorfertigungsgrad im Holzbau. Ganze Bauteile, wie Wände und Decken, werden heute im Zimmereibetrieb vorproduziert. Das reduziert die Bauzeiten und damit die Kosten und es erlaubt eine hohe Präzision am Bau. Dadurch lässt sich auch die vom Passivhausstandard verlangte hohe Dichtigkeit der Gebäudehülle besser erzielen als mit anderen Baustoffen. Aus diesem Grund werden zum einen Passiv- und Niedrigenergiehäuser zunehmend in Holzbauweise errichtet. Zum anderen entscheiden sich immer mehr Bauherren, sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung die Außenwände aus Holz zu errichten und innen Stein, Beton oder Stahl zu verwenden. Das zeigt: Als hochwärmedämmende und luftdichte Gebäudehülle bietet die Holzbauweise auch eine energieeffiziente Lösung im Massivbau.
Kein erhöhtes Brandrisiko
Die Luftdichtigkeit und die Volldämmung der Holzkonstruktionen haben noch einen weiteren Vorteil. Sie vermindern bei einem Feuerausbruch die Gefahr, dass Hohlraumbrände entstehen und Brandgas sich ausbreiten kann. Das Brandentstehungsrisiko ist erwiesenermaßen in allen Gebäuden gleich - unabhängig vom Konstruktionsmaterial. Doch Holz besitzt auch, wenn es heiß wird, unvermutete Stärken. Die tragenden Bauteile aus Holz bleiben im Brandfall in der Regel verschont, da sie grundsätzlich mit nicht brennbaren Materialien wie Gipsplatten verkleidet sind. Darüber hinaus brennen massive Holzbauteile normalerweise nicht ganz ab. Auf Grund der geringen Wärmeleitfähigkeit verkohlen sie nur an der Oberfläche. Dadurch behält die Gebäudekonstruktion auch unter hohen Temperaturen lange Zeit ihre Festigkeit.
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