(openPR) Der Berliner Senat will nun doch kein Probejahr für die Aufnahme an den Gymnasien installieren. Berlins erste Reformnachhilfeschule Lernwerk hält die Abkehr von der zwölfmonatigen Testzeit für richtig. „`Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft´, hat schon Bertold Brecht festgestellt. Würde das Probejahr gekippt werden, wären wir die Ersten, die dem Senat im Namen der Schüler gratulieren“, sagt Swantje Goldbach, Gründerin und pädagogische Leiterin des Lernwerks, das viele Kinder während der Probezeit am Gymnasium und auch nach einem Scheitern begleitet. „Die Erfahrungen im Lernwerk haben immer wieder bewiesen, dass ein missglücktes Probejahr das Selbstbewusstsein und damit auch eine erfolgreiche Schulkarriere behindern kann“, begründet Swantje Goldbach ihre ablehnende Haltung. Die Pädagogin plädiert stattdessen im Vorfeld für eine - auf die Erfolgschancen am betreffenden Gymnasium bedachte - sorgfältige Auswahl der angehenden Gymnasiasten. Am radikalsten, aber auch sinnvollsten wäre anschließend eine Selbstverpflichtung, die sich die Schulen gegenüber ihren Schülern auferlegen. „Haben sich die Schulen, durch welche Art von Kriterien und Aufnahmetests auch immer, entschlossen, ein Kind aufzunehmen, sollten sie sich selbst und dem Schülern versprechen, ihn mindestens durch den MSA zu begleiten. Das wäre eine Riesenerleichterung für die Eltern und vor allem für die Kinder, die mit dieser Gewissheit angstfreier und damit erfolgreicher lernen könnten“, ist Swantje Goldbach überzeugt.







