(openPR) 68 Prozent lehnen Steuersenkungen auf Pump ab – Nichteinhaltung der Wahlversprechen würde aber Enttäuschung auslösen
Die Mehrheit der Bundesbürger (50%) hält es grundsätzlich für richtig, dass bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP angesichts der Milliardendefizite im Haushalt und der Gesamtverschuldung des Staates mittlerweile häufiger über eine Haushaltssanierung als von Steuersenkungen gesprochen wird. Lediglich 29 Prozent halten dies ausdrücklich für das falsche politische Signal, die restlichen 21 Prozent zeigen sich unsicher.
Freilich wären 55 Prozent der Deutschen persönlich enttäuscht, wenn die Regierungsparteien ihre Steuersenkungsversprechen von vor der Wahl nicht einlösen würden; bei den Wählern der FDP sind es sogar 72 Prozent.
Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. 500 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden repräsentativ im YouGov Panel Deutschland befragt.
Steuersenkungen auf Pump lehnen demnach mehr als zwei Drittel der Deutschen (68%) grundsätzlich ab. Darüber hinaus wären 71 Prozent bereits froh, wenn es in den kommenden Jahren nicht zu Steuererhöhungen kommt. Gleichzeitig fordern 81 Prozent, dass der Staat alle Ausgaben auf den Prüfstand stellen und einen konsequenten Sparkurs verfolgen sollte. Insgesamt sollte die Haushaltssanierung Vorrang vor Steuererhöhungen haben, meinen 51 Prozent.
Gleichzeitig vertreten viele Bundesbürger die Meinung, dass der Staat in wichtigen Zukunftsfeldern wie Bildung und Innovation die Ausgaben deutlich erhöhen sollte, auch wenn dies Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen in anderen Bereichen erforderlich macht.
Der generellen Auffassung, dass Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten über seine Verhältnisse gelebt hat und der Gürtel jetzt enger geschnallt werden muss, stimmen 48 Prozent der Bundesbürger zu; unter den Wählern der CDU/CSU sind dies sogar 56 Prozent. Ausdrücklich nicht dieser Meinung 38 Prozent der Deutschen sind jedoch ausdrücklich nicht Meinung.











