(openPR) Die Realismus Forschung vernachlässigt die Lyrik. Die Gattung steht unter Subjektivitätsverdacht und spiele im Verhältnis zur faktischen Prosa eine untergeordnete Rolle. Zu Unrecht, wie der Band »Lyrik des Realismus« belegt. Die Beiträge loten das reflexive und poetologische Potential der Lyrik für die Epoche detailreich aus.
Dabei kommen die Publikationssituation der Lyrik und die Poetologien realistischer Lyrik in den Blick: die selbstreflexiven Strukturen der Gedichte, ihre Traditionsbezüge sowie das Interesse an den Dingen und den Zeichen der Wirklichkeit. Diskurse des Realen werden fokussiert: die Rolle der Wahrnehmung, der Medialität und der Technik. Der Band untersucht zudem die realistische Lyrik in ihrem widersprüchlichen Verhältnis zur Leitgattung Prosa.
CHRISTIAN BEGEMANN ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München.
SIMON BUNKE wurde 2006 an der LMU München über die Geschichte des Heimwehs promoviert und habilitiert sich derzeit an der Universität Paderborn über Aufrichtigkeit in der Goethezeit.
Christian Begemann / Simon Bunke (Hg.)
Lyrik des Realismus
Litterae, Band 238
380 S., 22 Abb., geb., 59,– €
ISBN 978-3-7930-9922-2













