(openPR) Norddeutsche Unternehmen, die mit ihren Kunden Plattdeutsch sprechen, erzielen leichter Kaufabschlüsse und steigern die Kundenbindung. Eine Umfrage bei 144 Unternehmen belegt das Wirtschaftspotenzial des Sympathieträgers Plattdeutsch.
In Norddeutschland gehört Plattdeutsch zum Alltagsleben vieler Menschen. Über die Bedeutung der Regionalsprache im Geschäftsleben gab es bisher jedoch kaum Erkenntnisse. Wie Unternehmen Plattdeutsch einsetzen und welche Wettbewerbsvorteile damit verbunden sind, beleuchtet jetzt eine Untersuchung basierend auf einer Umfrage bei 144 Unternehmen in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die Antworten belegen: In plattdeutschen Verkaufsgesprächen lassen sich leichter Kaufabschlüsse erzielen und die Kundenbindung und Weiterempfehlungsraten steigen. Denn Plattdeutsch gilt in der Bevölkerung als Sympathieträger und trägt dazu bei, Kundenvertrauen aufzubauen und Kaufunsicherheiten zu reduzieren. Auch in Werbung und PR lässt sich Plattdeutsch nutzen, um Aufmerksamkeit zu wecken und die Werbeerinnerung zu verbessern.
Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass Unternehmen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein die plattdeutsche Kundenkommunikation besonders intensiv nutzen und entsprechend positiv beurteilen, während in Mecklenburg-Vorpommern und den Stadtstaaten Hamburg und Bremen eine geringere Verbreitung zu messen ist. Auch die Skepsis gegenüber der niederdeutschen Sprache ist hoch: Etwa 30% der Befragten glauben, dass eine plattdeutsche Kundenansprache irritierend wirkt oder keinerlei Wettbewerbsvorteile verschafft, während 70% der norddeutschen Unternehmen die Regionalsprache bereits als natürlichen Standortvorteil zu nutzen wissen. Dazu bedarf es allerdings einer Voraussetzung, die heutzutage immer schwieriger zu finden ist: Plattdeutsch sprechende Mitarbeiter. Nur durchschnittlich jedes zehnte Unternehmen verfügt über entsprechendes Know-How im eigenen Hause. „Wenn een Ünnernehmer beter in't Geschäft kamen wull, schall he man Platt mit sien Kunnen snacken“, sagt Steffen Persiel als Initiator der Studie. Sein Fazit: „Snack Platt, denn verkopst ook wat!“










