(openPR) Globalisierung und Konkurrenzdruck zwingen alle Unternehmensbereiche, massiv Kosten zu sparen. Das gilt auch für die Beschaffung. Ein deutscher Grosskonzern ging dazu neue Wege: 500 Einkäufer lernen mit einer massgeschneiderten Brettsimulation, wie sie durch kluges Beschaffungsmanagement ihre Kosten senken und so einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des ganzen Unternehmens leisten können.
Was bedeutet effektives Lieferantenmanagement? Wann ist ein Design-to-Cost-Projekt sinnvoll? Wo liegen Chancen und Risiken von Global Sourcing? Fragen dieser Art sind auch für erfahrene Beschaffungsmanager nicht in einem Satz zu beantworten, denn es geht um komplexe Zusammenhänge. Ein deutscher Industriekonzern hat sich für einen innovativen Weg entschieden, um seinen Einkäufern Sparpotenziale und strategische Erfolgsfaktoren zu vermitteln. Vom Schweizer Simulationsspezialisten Targetsim AG liess das Grossunternehmen eine massgeschneiderte Einkaufssimulation entwickeln.
In themenbezogenen Simulationssequenzen erleben die Führungskräfte aus dem Einkauf, wie sie durch cleveres Beschaffungsmanagement, rationelle Abläufe und Zusammenarbeit mit anderen internen Bereichen ihre Arbeit wirkungsvoller und produktiver machen. Das einzukaufende Material wird in der Simulation durch Kunststoff-Bauteile in unterschiedlichen Grössen, Formen und Farben dargestellt. Quantitative und qualitative Vorgaben für die Beschaffung basieren auf den Anforderungen von Verkauf und Produktion.
Die Teilnehmer führen ihre Einkaufsabteilung über mehrere Simulationsrunden. Nach jedem Zyklus können sie Einkaufsstrategie und operative Prozesse optimieren. Jede Massnahme startet mit einer Analyse der Ist-Situation: Geht es einfacher? Oder billiger? Oder effizienter, ohne dass die Qualität leidet? Typische Massnahmen betreffen Lieferantenauswahl und Einkaufskonditionen. Die Simulation erlaubt aber auch kreative Lösungen für schlankere Abläufe, eine verbesserte Logistik oder die Senkung des gebundenen Kapitals. Teilnehmende erleben unmittelbar, wie sich längere Zahlungsziele oder Just-in-Time-Lieferungen auf das betriebswirtschaftliche Ergebnis auswirken. Als Nebeneffekt nehmen sie Kennzahlen und Fachbegriffe wie z.B. Net Working Capital mit.
Ziel der Simulation ist es, die ganze Palette der Stellhebel im Einkauf begreifbar zu machen. Einkäufer erwerben so das Know-how, um im realen Tagesgeschäft Kostensenkungspotenziale aufzuspüren und entsprechende strategische und operative Massnahmen zu ergreifen. Das bringt langfristig höhere Margen und ein besseres Geschäftsergebnis. Die enorme Bedeutung der Beschaffung für den Unternehmenserfolg wird in der Simulation erlebbar.
Darin liegt laut Dr. Gudrun G. Vogt, CEO von Targetsim AG, ein grosser Vorteil der Methode: „Die Simulation macht Einkäufern deutlich, dass jeder Einzelne von ihnen einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet.“ Der spielerische Zugang zu komplexen betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen ist ein weiteres Plus und garantiert nachhaltigen Praxistransfer der Erkenntnisse. Darauf setzt auch die Einkaufsleitung des erwähnten Industriekonzerns. Bis Ende 2010 sollen alle 500 strategischen und operativen Einkäufer am Hauptsitz und in den dezentralen Länderorganisationen die Simulation durchlaufen haben.











