(openPR) Vor gut zwei Wochen knackte der Goldpreis hurtig die berühmte „1.000er-US Dollar-Marke“ um sodann in vollem Elan darin stecken zu bleiben. Die Medien sind landauf, landab voll des Lobes für das gelbe Metall und sogar vereinzelt für Silber, die Kunden stürmen die Edelmetallschalter der Banken und Händler, der US-Dollar stirbt, Gold lebt. So in etwa tönt es in deutschen Landen. Wenn man bedenkt, dass vor zwei Jahren noch Gold als Investment und sei es nur zur Absicherung von den einschlägigen Finanzprofis bei Banken, Fonds und Vermögensverwaltern schallend belacht und als „Oma-Produkt“ welches ein zinsloses Dasein fristet betitelt wurde, so ist die Kehrtwendung schon beachtenswert. Hier wird nun aktuell etwas mit Lobeshymnen überschüttet, was seit rund 5.000 Jahren der Menschheitsgeschichte Zahlungsmittel, Mitgift, Rentenaufbau (völlig berechtigt „entriestert“)und Ausdruck von Wohlstand war. Die selbe Finanzlobby welche das weltweite Desaster dass wir derzeit ausbaden müssen angerichtet hat, wandelt sich nun vom Saulus zum Paulus und hat eigentlich schon immer gewusst dass Gold mit durchschnittlich 6 Prozent Ertrag p.a nicht nur der größte Renditebringer (inflationsbereinigt) der letzten einhundert Jahre war, sondern das einzige ultimative Sicherungsinstrument überhaupt ist und daher sollte man schleunigst ein Goldzertifikat der XYZ-Bank kaufen um an diesem fantastischen Stoff mit zu partizipieren… Spätestens hier beginnt dann der Wahnsinn erneut seinen Lauf zu nehmen. Wie sieht die Formel nach Wahn- und Euphorie bereinigt denn nun wirklich aus? 1) Physische Edelmetalle sollten in jedem Haushalt bzw. Vermögensdepot mit einer Quote von 10 bis 20 Prozent vertreten sein. Das hat nicht mit modernster „Asset-Allocation“ nach der Formel diverser Nobelpreisträger zu tun sondern mit gesundem Menschenverstand. 2) Edelmetalle sollten keine Spekulation sein, sondern Vermögensabsicherung und Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und im Prinzip ein Leben lang bei seinem Besitzer und Eigentümer verbleiben. 3) Die Stückelung sollte von einer Viertel-Unze (7,77 Gramm) bis max. 500 Gramm Einheiten aufgebaut sein. 4) Der Kauf der Metalle sollte unter dem Gesichtspunkt Anlagemetall und nicht Numismatik stattfinden. 5)Der Kauf muss ausschließlich bei seriösen Händlern erfolgen und nur eingeschränkt z.B im Internet stattfinden. 6)Die Gesetzeslage erlaubt derzeit noch eine Anschaffung von Edelmetallen bis zu 15.000 Euro unter Wahrung der Privatsphäre (bei Banken kaum mehr machbar). Wer diese sechs Punkte verinnerlicht und verstanden hat, dürfte „Asset-Allocation-Manager“ in knapp zwei Minuten zerlegt und widerlegt haben und ein intelligentes Maß an Vorsorge beratungskostenfrei für sich oder seine Familie realisieren. Zur derzeitigen Marktlage:
Die Edelmetallmärkte präsentieren sich zweifelsohne mit innerer Stärke und sehr robust. Technisch ist aber der Bruch der 1.000 US Dollar – Marke pro Gold-Unze noch nicht (!) nachhaltig erfolgt auch wenn er erwartet werden darf. Trotzdem sollte man nicht im Moment alles auf eine Karte setzen und sein Edelmetalldepot auffüllen. Die „echten“ Edelmetallhändler warten zur Volleindeckung erst den Bruch der 1.035 US Dollar die Unze ab und versuchen vorher im Bereich 850 bis 980 US Dollar gestaffelt zum Zug zu kommen. Die Finanzindustrie ist kurzfristig (!) long und die Rohstoffhändler short. Mittel- bis langfristig sind die Rohstoffhändler long und die Finanzindustrie bei Edelmetallen gar nichts mehr, da die Modeerscheinung Edelmetalle dann längst vergessen ist und der Zertifikate-Bond-Aktien-Derivate-Zauber die Regentschaft wieder übernommen hat. Der vorausschauende Investor sollte spätestens dann seinen Edelmetallanteil vollumfänglich aufgestockt haben und den restlichen Anteil seiner „Asset-Allocation“ und Vermögensabsicherung gelassener das Auf und Ab der Märkte ausgesetzt haben.













