(openPR) In der Berichtswoche setzte sich der prognostizierte starke Edelmetallmarkt auf der ganzen Breite durch. Mittlerweile hat auch eine regelrechte Entkoppelung des Währungspaares Euro zu US Dollar und dem Gold- und Silberkurs stattgefunden. Die alte Trading-Regel starker US Dollar ist gleich schwacher Goldkurs wurde außer Kraft gesetzt. Die Edelmetalle scheinen sich abzukoppeln. Aktuell hat der Goldkurs wieder seinen kräftigen Widerstandsbereich bei 1.140 US Dollar die Unze erreicht woran, er vorläufig abprallte. Die Unterstützungen liegen nach wie vor bei 1.100, 1.075 und 1.040 US Dollar die Unze. In Euro notierte der Goldpreis so hoch wie nie bei aktuell 835 Euro die Unze. Also schwacher Euro zu starkem Gold denn Gold ist nun mal der Gradmesser jeder Papierwährung. Im Wochenverlauf rentiert Gold mit plus zwei Prozent während Silber gleich mal fast sieben Prozent zulegen konnte. Technisch ist Silber damit nun wieder auf der Kauf – Seite nachdem der Unterstützungsbereich von 15,60 US Dollar die Unze fast punktgenau gehalten hat. Die nächsten Kursziele sind nun 17,50 bis 18,00 US Dollar als vorläufig stärkere Widerstände. Allerdings ist der Silbermarkt außerordentlich stabil und zeigt innere Stärke sowie die „Trading-Anomalie“ dass Silber auf Tagesbasis zulegt während Gold leicht abgibt. Da können nur massive physische Silber-Käufe im Markt sein, denn auf der Terminmarktseite hat sich nicht viel getan. Doch wer verbraucht in Zeiten der Wirtschaftskrise mehr Silber? Das dürfte sich wohl im Rahmen halten also bleibt nur die Investorenseite. Ob diese Silberbestände zur Abdeckung neuer Währungen benötigt werden, kann man wohl nur als Spekulation bezeichnen. Eher wahrscheinlich ist, dass das „big money“ die spannende Geschichte vom weitestgehend „verschwundenen“ überirdischen Silber für sich entdeckt hat und nun mal präventiv verstärkt zukauft. Da passt es auch gut, das die Andorra Mint in Kürze eine Zahlungsmünze mit den Gewichten 1.000 Gramm, 100 Unzen (3,1 Kilo) und 200 Unzen (6,2 Kilo) mit nur 7% Mwst. auf den europäischen Markt bringen wird. Das könnte preislich tatsächlich eine sehr interessante Variante zum 19 % Mwst. – Silberbarren werden. Zumal auch die Silberkäufe der „Kleinanleger“ ungebrochen auf hohem Niveau liegen und die Lieferzeiten für größere Mengen der gesuchtesten Sorten wie Österreich Philharmoniker eine Unze, Kanada Maple Leaf eine Unze oder Australien Kookaburra 1.000 Gramm (alle 7% Mwst.) schon wieder Lieferzeiten von vier bis sechs Wochen ausweisen.
Immer wieder machen Meldungen die Runde, nachdem die EU mehr oder minder „über Nacht“ auf Edelmetalle eine hohe Luxussteuer einführen möchte und zusätzlich der Barankauf von Edelmetallen bei den Händlern statt bis zu 14.999 Euro nur noch bis 1.499 Euro (Faktor Zehn) ohne die Pflicht zur Personenidentifizierung (nach Geldwäschegesetz) möglich sein soll. Das wären in der Tat drastische Verschlechterungen für das Edelmetallgeschäft aus Sicht der Händler aber auch natürlich für die Verbraucher, denn achtzig Prozent der Kunden welche in den Filialen bei den Edelmetallhändlern vor Ort kaufen tun dies, um eben die Anonymität ihrer Vermögensanlage (nämlich Tausch von Euro oder US Dollar gegen harte Währung Edelmetall) zu wahren. Noch haben wir in Deutschland relativ liberale Zustände hinsichtlich einer anonymen Edelmetallanschaffung oder auch eines Edelmetallverkaufes. Hoffen wir nur, dass es auch noch eine Zeit lang so bleibt.
Edelmetallreport
05.03.2010
Wolfgang Weber
Taurus Investors









