(openPR) Der starke Rückgang des Euros gegen US Dollar in den letzten zwei Wochen hätte die Gold- und Silberkurse eigentlich crashartig zusammenbrechen lassen müssen. Der Goldpreis pendelte aber lediglich um knapp zwei Prozent zwischen 1.082 und 1.103 US Dollar die Unze ohne die Unterstützungsniveaus von 1.040 zu testen. Die derzeitige technische innere Stärke dieses Edelmetalles ist beeindruckend. Preisrückgänge werden sofort genutzt um Goldeindeckungen vorzunehmen oder nachzukaufen. Alleine die Anlagemünze 1 Unze Gold US Eagle Jahrgang 2010 wurde vom Beginn des Abverkauf am 15.01.2010 bis heute über 150.000mal verkauft. Technisch hat sich beim Goldchart nichts geändert und die Widerstände liegen nach wie vor bei 1.135 und 1.160 US Dollar die Unze während die Unterstützungen massiv gestaffelt bei 1.044, 1.030 und der psychologischen 1.000er – Marke liegen. Diese Unterstützungen und Kurse darunter sollten nur bei einem drastisch zusammenbrechenden und dadurch „starken“ US-Dollar gesehen werden. Bei diesem Währungspaar ist mittlerweile sowieso nicht mehr ganz klar auszumachen, wer gerade der Blinde und wer der Einäugige ist. Die mittelfristigen Kursprognosen der führenden Goldhändler bleiben daher nach wie vor bei 2.000 bis 2.500 US Dollar und bei einer weiteren Verschärfung von Währungsturbulenzen und möglichen Staatsbankrotten weitaus höher. Somit bleiben wir bei der bewährten Empfehlung am besten per Kauf-Limits gestaffelt in den Markt zu gehen und die oben genannten Unterstützungsniveaus als Kauflimits zu setzen.
Es ist einfach weit und breit, weder technisch noch fundamental, ein Indiz auf deutlich und länger fallende Goldkurse zu sehen. Der weltweite Marktwert des Goldes plus der Goldminen (!) liegt bei minimalistischen 2.5 % des Weltfinanzvermögens. Die gesamten US-Schulden von 52.681 Milliarden US Dollar sind gerade mal mit 281 Milliarden US Dollar Staatsgold „besichert“. Dem „Finanz-Derivate-Hurrican“ (wogegen der offizielle Auslöser der derzeitigen Weltfinanzkrise, nämlich der US –Immobilienmarkt, ein laues Lüftchen war) von 668.067 Milliarden US Dollar stehen gerade mal 177 Milliarden US Dollar Goldminenmarktkapitalisierung (HUI) entgegen. Bei Silber sieht es noch dramatischer aus, da die gesamten überirdisch verfügbaren Silberbestände einen aktuellen Marktwert von nur noch 19 Milliarden (nein hier fehlt keine Null) US Dollar ausweisen. Platin und Palladium braucht man an dieser Stelle gar nicht zu erwähnen, da diese Metalle weltweit pro Jahr nur 240 Tonnen Neuförderung ausweisen die sofort in der Industrie und dem Schmuck- sowie Investmentbereich verschwinden. Diese Liste könnte man beliebig fortsetzen um den Edelmetall-Bullen-Markt noch weiter zu argumentieren aber für Otto Normalverbraucher sollte einfach die im wahrsten Sinne „goldene Portfolio-Regel“ gelten mindestens 10 – 20 % der Vermögenswerte in physischem (!) Edelmetallbesitz zu halten. Der Nachholbedarf ist gerade in Deutschland, Österreich und Ost-Europa noch riesig und dürfte die kommenden Jahre auf hohem Niveau anhalten. Sinnvoll kauft man bei Gold die Einheiten ¼ Unze (7,77 Gramm) bis 1 Unze Anlagemünzen und 1 Unze (31,10348 Gramm) bis 500 Gramm Barren 999er Feinheit. Bei all diesen einzelnen Sorten ist auch der anonyme Kauf (bis 14.999 Euro) in Deutschland noch möglich.
Edelmetallreport
26.02.2010
Wolfgang Weber
Taurus Investors









