(openPR) Gynäkologische Operationen sind die am häufigsten durchgeführten Eingriffe bei Frauen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von starken Blutungen, Myomen, einer Endometriose bis hin zu gut- oder bösartigen Veränderungen an Gebärmutter, Eileitern und Eierstöcken.
Je nach Art und Schwere der Beschwerden gibt es unterschiedliche Operationsmöglichkeiten. So können Blutungsstörungen oft mit einer Ausschabung behoben werden. Eine Alternative bei starken Blutungen in den Wechseljahren ist die Verödung der Gebärmutterschleimhaut. „Solch kleinere Eingriffe sind meist unproblematisch“, weiß Dr. med. Barbara Ehret, Geschäftsführerin des Internationalen Zentrums für Frauengesundheit in Bad Salzuflen. Nur vor einem geplanten Kegelschnitt am Muttermund (Konisation) bei verdächtigen Zellen im Krebsabstrich (PAP III) rät die Gynäkologin zum Abwarten, weil dies mitunter den Gebärmutterhals schwächen kann. „Die Konisation sollte möglichst erst ab einem PAP IV-Nachweis erfolgen.“
Anders sieht es dagegen aus, wenn die Gebärmutter entfernt werden soll. „Die Gebärmutter ist ein Identitätsorgan. Sie gehört zur Frau – egal, ob sie noch schwanger werden will oder nicht“, sagt die Gynäkologin. Daher gebe es auch keinen Grund, ein gesundes Organ wegzuoperieren. Dies gilt z. B. bei kleinen Myomen, die keine Beschwerden verursachen, einer leichten Gebärmuttersenkung oder einer vorübergehenden starken Regelblutung.
Rät der Arzt zur Hysterektomie, sind für die Patientin die psychischen und körperlichen Folgen oft gar nicht abzusehen. So haben viele Frauen nach dem Eingriff das Gefühl, einen Teil ihrer Weiblichkeit verloren zu haben. Auch die Sexualität verändert sich. Das gilt insbesondere dann, wenn der Gebärmutterhals mitentfernt wird, da um diesen Bereich wichtige Nerven für das sexuelle Empfinden liegen. Dr. Ehret hat die Erfahrung gemacht, dass dies besonders Frauen Probleme bereitet, die vorher eine sehr gute Sexualität hatten. Was zudem oft nicht bedacht wird: Frauen, denen die Gebärmutter entfernt wurde, kommen bis zu 4 Jahre früher in die Wechseljahre. Grund: Die Eierstöcke werden nach dem Eingriff schlechter durchblutet. Dies wirkt sich auf ihre Hormonproduktion aus. Werden die Eierstöcke mit entfernt, kommt die Frau sogar sofort in die Wechseljahre.
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