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Schimmelpilze im Bioabfall

27.08.200413:12 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Schimmelpilze im Bioabfall
Schimmelpilze im Mikroskop bei 400-facher Vergrösserung
Schimmelpilze im Mikroskop bei 400-facher Vergrösserung

(openPR) Schimmelpilze sind Saprophyten, d. h. sie ernähren sich von toter organischer Substanz wie sie z. B. in Laub und Pflanzenteilen, Hausstaub und dem Erdboden vorkommt. Ihr sehr variabler und anpassungsfähiger Stoffwechsel ermöglicht es ihnen ein breites Spektrum an organischen Nährstoffen zu nutzen. Daher kommen Schimmelpilze sowohl in der ganzen Welt als auch auf unterschiedlichsten Medien und Substraten in der Umwelt vor. Ein besonders nährstoffreiches Substrat bildet der organische Hausmüll oder Bioabfall. Hier sammeln sich Essensreste, Obstschalen, Küchentücher oder Gartenabfälle wie Gras und Grünschnitt. Diese bieten eine Fülle von Nährstoffen wie Zucker, Aminosäuren, Zellulose und Fette. Zusätzlich begünstigt die hohe Feuchte des Materials ein mikrobielles Wachstum.



Da Pflanzenteile natürlicherweise mit Schimmelpilzen besiedelt sind und die Außenluft immer ein gewisses Maß an Schimmelpilzsporen mit sich führt, wird der Bioabfall sehr schnell besiedelt und als Substrat genutzt. Es kommt zu einer Vermehrung von Schimmelpilzen in der Biotonne und der organische Abfall wird durch den Pilzstoffwechsel zersetzt. Dies macht man sich im Rahmen der Kompostierung im eigenen Garten oder großtechnisch in kommunalen Anlagen zunutze. Diese Vermehrung von Schimmelpilzen im Bioabfall birgt aber auch Risiken.

Durch die hohe Stoffwechselaktivität setzen die Schimmelpilze verstärkt Wärme frei. Ähnlich ergeht es dem Menschen bei hoher körperlicher Belastung oder sportlicher Aktivität. Diese Wärme bedingt, dass bestimmte wärmeliebende (thermophile) Schimmelpilze besonders gefördert werden und sich im Bioabfall anreichern. Unglücklicherweise zählen zu diesen thermophilen oder thermotoleranten Schimmelpilzen auch einige menschliche Krankheitserreger wie z. B. Aspergillus fumigatus. Die Fähigkeit bei Temperaturen von 37°C zu wachsen, gibt ihnen die Möglichkeit den menschlichen Körper zu besiedeln und Infektionen hervorzurufen. Hier können insbesondere die Haut, Schleimhäute und der Atemtrakt betroffen sein. Auch allergische Reaktionen können verstärkt auftreten.
Im Sommer wird das Wachstum und die Vermehrung von wärmeliebenden Schimmelpilzen schon durch die erhöhten Außentemperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit unterstützt. Daher verschimmelt der Bioabfall besonders schnell und bereits bei der Lagerung in der kleinen Biotonne in der häuslichen Küche kann es zu erhöhten Schimmelpilzkonzentrationen kommen. Bei jeder Öffnung der Biotonne können daher Tausende bis Millionen von Pilzsporen freigesetzt werden. Eine leichte Erhöhung der Pilzkonzentration in der Küchenluft ist daher im Sommer nicht ungewöhnlich. Sie sollte aber ein gewisses Maß nicht übersteigen. Denn diese Pilzsporen können der Auslöser für Infektionen oder allergische Erkrankungen sein. Darüber hinaus können sie sich in der Wohnung verteilen und andere Substrate wie z. B. Blumenerde besiedeln, welche dann als weitere Quelle für Schimmelpilze auftreten kann. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Biotonne oder das Sammelgefäß für Bioabfall in der Küche möglichst oft zu entleeren oder den Bioabfall direkt in die Biotonne im Außenbereich zu entsorgen. Vor allem im Sommer sollte auf eine regelmäßige Entleerung geachtet werden.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Müllwerker vor allem im Sommer verstärkt an Erkrankungen durch die Entsorgung von Biomüll leiden. Dabei wird von Störungen des Magen-Darmtraktes, Reizungen der Schleimhäute von Augen und Rachenbereich und allergischen Symptomen des Atemtraktes berichtet. Auch ein stärkeres Vorkommen von Aspergillus fumigatus und Bakterien im Bioabfall wurde für die Sommermonate dokumentiert.

enius AG
Neuwieder Str. 15

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