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Heizkosten - „Ein Viertel des Verbrauchs wird in die Luft geblasen“

23.09.200916:16 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Studie des IWU zum Verbraucherverhalten im Auftrag des VdW südwest vorgelegt
- Unnützer Verbrauch bleibt selbst bei sanierten Gebäuden hoch
- Forderung von Aktionen zum Verbraucherbewusstsein

Bei einer Optimierung des Verbraucherverhaltens könnten 25 Prozent der Heizenergie eingespart werden, ohne den Wohnkomfort zu mindern. Das ist das zentrale Ergebnis einer vom Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest) beim Institut Wohnen und Umwelt (IWU) in Darmstadt in Auftrag gegebenen Studie. Während sich die öffentlichen Debatten zur klimapolitisch erwünschten Heizenergieeinsparung nahezu ausschließlich auf die energetische Sanierung von Wohngebäuden konzentrieren, weist die Studie unter Auswertung mehrerer Erhebungen auf bislang ungenutzte Handlungspotenziale beim Verbraucherverhalten hin.



Die Verringerung des Heizenergieverbrauchs kann durch investive Gebäudeoptimierung, beispielsweise durch Wärmedämmung, der Verbesserung von Einstellung und Steuerung von Heizungsanlagen und nicht zuletzt durch ein optimiertes Verbraucherverhalten erreicht werden. Typische Fehler beim Verbraucherverhalten sind falsche Lüftung der Räume und das Überheizen nur teilgenutzter Räume. Durch energetische Modernisierungsmaßnahmen bei den Wohngebäuden konnte der Verbrauch seit den 90er Jahren um 16 Prozent gesenkt werden, dieser hätte – so das Ergebnis der Studie – bei gleichzeitiger Optimierung des Verbraucherverhaltens deutlich höher ausfallen können.

„Wir müssen alle Möglichkeiten der Heizenergiereduktion nutzen. Während durch energetische Investitionen schon viel erreicht werden konnte, müssen wir nun verstärkt auch die anderen Handlungspotenziale mit einbeziehen,“ so Rudolf Ridinger, Vorstandssprecher des VdW südwest. Ansonsten drohten sogar die Effekte von energetischen Sanierungen zu einem nicht unerheblichen Teil zu „verpuffen“. So sei auffallend, dass sich der Anteil des Mehrverbrauchs durch das Verbraucherverhalten, sowohl bei unsanierten als auch bei sanierten Gebäuden jeweils bei rund einem Viertel bewege. Zudem verweist Ridinger darauf, dass nicht alle Gebäude von heute auf morgen durchsaniert werden können, was sich bei vielen Gebäuden zudem auch nicht wirtschaftlich darstellen lasse. Besonders hart treffen die faktisch unnützen Verbrauchsanteile die Bewohner älterer unsanierter Gebäude. Zwar hätten diese häufig den Vorteil niedrigerer Wohnkosten, beim Eigenheimbesitzer durch abbezahlte Gebäude und bei den Mietern durch niedrigere Nettokaltmieten, doch werde dieser Vorteil bei den Nebenkosten zum Teil „aufgefressen“. Schließlich wäre auch klimapolitisch viel gewonnen, wenn die verschwendeten Verbrauchsanteile wegfallen würden, so Ridinger.

Schließlich verweist Ridinger auf die Bedeutung für die politische Rahmensetzung. In allen Bundestagswahlprogrammen der Parteien spiele die Forcierung der energetischen Sanierung der Wohngebäude eine wesentliche Rolle. Dabei werde übersehen, dass sich die Investitionsquote nicht grenzenlos steigern lasse. Die im Oktober in Kraft tretende Novelle der Vorgaben für die energetische Gebäudequalität lasse sogar befürchten, dass sich die Investitionsquote sogar senkt, da viele Maßnahmen dann nicht mehr wirtschaftlich darstellbar seien. Ridinger fordert stattdessen, die Einsparungspotenziale beim Verbraucherverhalten stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Hier könne mit wesentlich geringerem Aufwand auch rasch deutliche Energie eingespart werden. „Wir stehen jedenfalls“, so Ridinger, „für gemeinsame Aktionen zur Bewusstseinsbildung der Verbraucher zur Verfügung“. Ridinger fordert zudem die Mieterorganisationen auf, sich hieran zu beteiligen.

Die Wohnungswirtschaft selbst habe in den vergangenen Jahren verstärkt durch Aktionen zur Bewusstseinsbildung bei den Mietern beigetragen. Er verweist etwa auf intensivierte Informationen für die Mieter zur Verbesserung des Lüftungsverhaltens und Möglichkeiten der optimierten Verbrauchssteuerung. Auch gebe es andere Informationskampagnen, so etwa durch die Deutsche Energieagentur (dena). Allerdings zeitigten reine Informationskampagnen nicht die erhofften Erfolge. Das IWU-Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass die Mehrzahl der Verbraucher sich für energiebewusst und im Grunde ausreichend informiert hält, was sich allerdings nicht in konkreten Verhaltensweisen niederschlägt. Diese Tatsache schränke die Aufnahmebereitschaft für zusätzliche Informationen ein. Deshalb seien neue Kampagnen für die Bildung eines verhaltensmotivierenden Bewusstseins notwendig. Darüber hinaus müßten vor allem für ausgewählte Zielgruppen bedarfsgerechte Beratungsleistungen entwickelt werden.

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