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Brandenburger Milchbauern beteiligen sich an Protesten

Bild: Brandenburger Milchbauern beteiligen sich an Protesten

(openPR) (Beiersdorf-Freudenberg, 17.09.2009) Dass die deutsche Milchwirtschaft in einer tiefen Krise steckt, ist bekannt. Immer mehr deutsche Milchbauern sehen sich durch historisch niedrige Erzeugerpreise zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Auch in Brandenburg –statistisch ohnehin mit den wenigsten Kühen ausgestattet – trennen sich die Bauern mittlerweile immer häufiger von ihrem Vieh, weil für sie Aufwand und Nutzen in keinem betriebswirtschaftlichen Verhältnis mehr stehen.



Und es kommt noch schlimmer, wenn Ende 2009 die Regelung für preisgünstigen Agrardiesel ausläuft. Auch hier fühlen sich die deutschen Landwirte im europäischen Vergleich benachteiligt. So nimmt es nicht Wunder, dass trotz Verbots eines Lieferstreiks sich auch in Brandenburg vereinzelt Milchbauern den Protesten ihrer Kollegen in Frankreich gegen niedrige Milchpreise und die von der Europäischen Union geplante Liberalisierung des Milchmarktes anschließen.

Angesichts der Widerstände in der EU haben sich augenscheinlich Politik und Bauernverbände inzwischen mit dem Status quo abgefunden. „Statt auf die von Bauern vehement geforderte Milchquote zu hoffen, gilt es, die Höfe fit für den Wettbewerb zu machen“, ist aus Funktionärskreisen zu hören. Milchbauern sollten angesichts der schwierigen Marktsituation nach Möglichkeiten einer effizienteren Hofbewirtschaftung suchen, um so wieder in die Gewinnzone zurückzukehren.

Ein interessantes Projekt scheint sich in Südbrandenburg anzubahnen. Dort prüfen gegenwärtig Milchbauern, ob sie ihre Kosten für Kraftstoff dadurch reduzieren, indem sie ihre eigenen Dieselproduzenten werden. Damit koppeln sie sich vollständig vom internationalen Ölmarkt ab. Durch die staatlich garantierte Steuerbefreiung bis mindestens 2015 liegt der Abgabepreis sogar noch unter dem Preis für Agrardiesel, der, wie gesagt, zum Jahresende ausläuft.

Möglich machen könnte das die Energiegenossenschaft Freudenberg. Sie baut gegenwärtig vier Anlagen, in denen der Kraftstoff produziert und unter dem Namen CEHATROL® ausschließlich an Genossenschaftsmitglieder abgegeben wird. Als Ausgangsstoff kommt dabei vorrangig Stroh aus den Regionen zum Einsatz. Dieser Biokraftstoff der II. Generation ist nicht mit herkömmlichem „Biodiesel“ zu vergleichen. Aufgrund seiner Zertifizierung nach DIN EN 590 ist er in allen Dieselaggregaten und –motoren problemlos einsetzbar. Der gesamte Energiekreislauf eines Milchbetriebes kann so einer enormen Effizienzsteigerung unterzogen werden, die bis zu den Kältemaschinen zur Milchkühlung reicht.

Allerdings ist eine Genossenschaftsmitgliedschaft an Genossenschaftseinlagen gebunden, werden doch daraus die gemeinschaftlichen Investitionen getätigt. Darauf wies der Vorstand der Energiegenossenschaft Freudenberg eG, Frank Knauer, hin. „Wer jetzt daran geht, seine Energiekosten nachhaltig zu senken, wird bei erstarkender Konjunktur einen klaren Preis- und Wettbewerbsvorteil haben. Wir laden jeden Landwirt ein, unser Angebot zu prüfen und in seine Kalkulation einzubeziehen. Klar ist auch: Wer mitmachen will, muss sich an der Genossenschaft beteiligen. Nur so funktioniert schließlich das Genossenschaftsprinzip. Die Genossenschaftseinlagen werden ausschließlich für Energieeffizienzprojekte eingesetzt und sind ab einer bestimmten Höhe durch ein Rechtsanwaltanderkonto zusätzlich abgesichert.“

Auf Einladung der Brandenburger Landwirte wird die Energiegenossenschaft eine öffentliche Informationsveranstaltung am 1. Oktober 2009 in Finsterwalde durchführen. Details auf http://www.eg-freudenberg.de.

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