(openPR) Eltville, Bensheim, 1. September 2009. Die Vätermonate in Elternzeitregelung werden viel diskutiert. Mit einem Anteil von 19 Prozent der hessischen Väter, die im ersten Halbjahr 2009 Elterngeld in Anspruch nahmen, steht Hessen im Bundesvergleich gut da. Um diesen Trend zu verstetigen und die Rolle des Mannes in der Erziehung weiter zu thematisieren, startete die hessenstiftung – familie hat zukunft in Kooperation mit der LBS Hessen-Thüringen am 1. September eine Plakataktion auf ausgewählten Litfaßsäulen in ganz Hessen.
„Die rege und steigende Inanspruchnahme der Elternzeit durch Männer und insbesondere der zwei Partnermonate zeigt, dass Väter bereit sind, die Familienarbeit zu übernehmen, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen und sie nicht mehr als Weicheier verunglimpft werden“, erklärte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Familienministerium und Vorstandsvorsitzende der Hessenstiftung, anlässlich der Eröffnung der Kampagne. Der Trend zur gesellschaftlichen Akzeptanz einer partnerschaftlichen Aufteilung der Familienarbeit und der Erwerbstätigkeit zwischen Mann und Frau müsse durch weitergehende politische Weichenstellungen und noch mehr Familienfreundlichkeit im Arbeitsleben verstärkt werden. „Konkret erfordert dies weitere Maßnahmen, die Vätern den Rücken stärken, ihnen mehr Engagement ermöglichen und auch ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern.“
Anfang des Jahres hatte die hessenstiftung – familie hat zukunft einen Entwurfswettbewerb ausgeschrieben, um auf einem Plakat das neue, erweiterte Rollenverständnis von Vätern darstellen zu lassen. Dazu sollte ein griffiger Slogan und ein pfiffiges Plakat gestaltet werden. Aus den vielfältigen Einsendungen hat eine Jury die zehn besten Entwürfe ausgewählt und ein Siegerplakat gekürt. Die Top Ten wurden auf eine hessenweite Wanderausstellung zum Thema „Neue Väter“ geschickt. Sieger im Entwurfswettbewerb wurde das Plakat „Traumjob“ der 19jährigen Katharina Elert aus Fulda. Dieses Siegerplakat ist in der ersten Septemberhälfte an ausgewählten Litfaßsäulen in hessischen Orten von Kassel über Eltville bis Heppenheim zu sehen. Der Zwölftklässlerin ist es gelungen, humorvoll das typische Männerbild des „Schraubers“ aufzugreifen und zu verfremden. Mit dem Slogan „Traumjob – Nimm Dir die Vaterzeit!“ wirbt das Plakat auf sympathische Weise dafür, sich mehr Zeit für Kinder zu nehmen
Für die Plakatentwürfe hat sich die Hessenstiftung bewusst an Nachwuchsgrafiker in Schulen, Berufschulen und Hochschulen gewandt. „Wir wollten nicht einfach einen Auftrag an eine Agentur vergeben“, erläutert Petra Müller-Klepper. „Vielmehr sollten die Wünsche der jungen Leute zum Ausdruck kommen, die sich mit dem Spannungsfeld von Familie und Beruf auseinandersetzen. Teilweise haben ganze Klassen die Rolle des Vaters diskutiert. Mit dem Plakat auf der Litfaßsäule bringen wir das Thema ins öffentliche Leben.“
Für die LBS Hessen Thüringen, die die Plakataktion unterstützt, äußerte sich Pressesprecherin Sabine Schmitt zufrieden, dass es gelungen ist, für die Wanderausstellung elf hessische Sparkassen zu gewinnen. Damit können junge Männer und Frauen angesprochen werden, die sich in der Familiengründungs- und Nestbauphase befinden und über ihre zukünftige Rollenaufteilung nachdenken.
Parallel zur Plakatkampagne veranstaltet die hessenstiftung - familie hat zukunft vom 1. bis 17. September 2009 ein Such- und Gewinnspiel. Suchen sollen die Teilnehmer das Plakat mit dem Titel „Traumjob – nimm Dir die Vaterzeit!“ (wie abgebildet), das in dieser Zeit auf ausgewählten Litfaßsäulen in ganz Hessen zu sehen ist. Um einen der attraktiven Familien-Preise zu gewinnen, die auch zur Mottoshow „Deutschland sucht den Superstar“ oder in den Playmobil Funpark führen, sollen die Teilnehmer das Plakat mit Litfaßsäule fotografieren. Das Foto soll originell kommentiert werden, indem der Satz vervollständigt wird: Vater ist ein Traumjob, weil … Das Foto kann per Email (an:
Mit der Plakatkampagne, der Wanderausstellung und dem Gewinnspiel macht die Hessenstiftung die erweiterte Rolle der Väter in der Erziehung und Partnerschaft zum Thema. Seit 2003 fördert die Stiftung Projekte im Bereich „Väter in Familie und Beruf“.






