(openPR) Experte sieht in Vaterschaftsurlaub „Riesenchance für Väter und Kinder“
Der Ausschuss des Europa-Parlamentes für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM) hat sich für die Einführung eines obligatorischen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen. Die Mitglieder des FEMM-Ausschusses stimmten für eine EU-weite Ausweitung des Mutterschutzes von 14 auf 20 Wochen. Davon sollen zwei Wochen für die Väter reserviert werden.
Das Väterzentrum Berlin unterstützt dieses Votum. „Der Vaterschaftsurlaub ist eine Riesenchance für Väter und die Entwicklung einer nachhaltig guten Vater-Kind-Beziehung“, sagt der Politologe Eberhard Schäfer, Leiter des Väterzentrums Berlin. „Viele Chefs meinen immer noch, dass ein frischgebackener Vater zwei oder drei Tage nach der Geburt wieder im Betrieb seinen Mann stehen soll.“
Zudem glaubten viele Väter, so Schäfer weiter, dass sie in den ersten Tagen und Wochen des Lebens ihres Kindes nicht wirklich wichtig für ihr Kind seien. „Das Gegenteil ist der Fall: Psychologische Studien zeigen, dass der anwesende und fürsorgliche Vater von Geburt an wichtig für die Entwicklung seines Kindes ist.“ In den ersten Tagen und Wochen werde Schäfer zufolge die Grundlage für eine nachhaltig gute Vater-Kind-Beziehung gelegt.
Auch seien die ersten Wochen entscheidend wichtig für die Entwicklung der Elternrollen und der Zufriedenheit der Partner in der Familie.
Das Väterzentrum Berlin ist eine in Deutschland einmalige Einrichtung zur Förderung engagierter Väterlichkeit. 2009 wurde das Väterzentrum Berlin im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ (www.land-der-ideen.de) als besonders innovativ und vorbildhaft für Deutschland ausgezeichnet.


