(openPR) Die Analysten von LRT Finanz-Research OHG gehen davon aus, dass die starke Bewegung der letzten Wochen bei den amerikanischen Indizes durch die besser als erwarteten Earnings Daten ausgelöst und befeuert wurde - sehen jedoch für die unmittelbare Zukunft einen drohenden Mangel an Impulsen.
„Bei der Betrachtung des S&P 500 Charts zeigt sich, dass der Beginn der Earnings Season, die deutliche Bewegung des Index nach oben ausgelöst hat“, so Felix Lang, Chief Technical Analyst bei LRT. „Einen Zufall halte ich für ausgeschlossen, sehen Sie sich die Bewegung vom März an. Dort zeigt sich dasselbe Bild. Mit Beginn der Berichtssaison stiegen die Kurse. Nach Ende der ersten Berichtssaison konsolidiert der Index wieder seitwärts. Der Markt benötigt aktuell Impulse von außen.“ so Lang weiter. Wie antizipiert, haben besser als erwartete Quartalsergebnisse es geschafft den amerikanischen Leitindex zu bewegen und die Wahrnehmung in den Medien zu verbessern.
Ebenfalls deutlich wird, dass mit dem Abflauen der Earnings Season die Börsen nun wieder unentschlossen tendieren. Nachdem das Hauptaugenmerk auf den Unternehmenszahlen lag, wird es sich nun wieder auf die Wirtschaftsdaten verlagern. „Es ist gegenwärtig zu beobachten, wie händeringend nach „externen Impulsen“ gesucht wird, die die Märkte noch ein wenig weiter treiben können“, sagt Terrell O´ Dale Trowbridge, Chief Fundamental Analyst von LRT Finanz-Research.
„Unserer Analyse ergab, dass die Bewegung der letzten 6 Wochen nur aufgrund von Daten geschah, es konnte sich keine Eigendynamik im Markt etablieren. Diese fehlenden Dynamik und auch das Ausbleiben richtungsweisender Daten zeigt wiederum die Risiken im Markt auf“, so Trowbridge weiter.
Chief Market Analyst Christopher Raab schätzt die Risikolage wie folgt ein: „Momentan befinden wir uns in einer deutlich überkauften Situation. Aktuell handelt ein sehr hoher Prozentsatz der Aktien über ihren 10-, respektive 30-Wochen-Durchschnitten“. Nach einer Reihe von besser als erwarteten Daten wird die Luft für den Index immer dünner, die Handelsvolumina an den Börsen sind lange nicht wieder auf Vorkrisenniveau. Zusätzlich kommen wir nun in das Sommerloch, in dem traditionell die Börsen weniger Beachtung finden“, so Raab.
Das Makroumfeld für Investoren scheint hingegen wieder freundlicher zu werden. Es kristallisiert sich auch unter den Privatanlegern immer weiter heraus, dass die Finanzmarktwelt nicht untergehen wird und überproportional positive Berichterstattung scheint diese auch wieder in den Markt zu drängen. „Doch genau hier liegt eine große Gefahr, viele Aktien und Indizes sind schon deutlich gelaufen und eine Korrektur wird immer wahrscheinlicher. Ob es zu einer wirtschaftlichen Erholung kommt, ist mittlerweile nicht mehr die Frage. Die Frage ist wie diese aussehen wird, zu welchem Preis und wie schnell diese von Statten gehen wird“, so Felix Lang.
Vorausblickend bleibt zu sagen, dass für den Fall, dass es keine neuen positiven Impulse aus der Wirtschaft gibt, eine Korrektur als sehr wahrscheinlich anzusehen ist.
Quelle: http://www.lrt-finanzresearch.de



