(openPR) Dubai Schock spiegelt latente Nervosität der Investoren wider; zum
Jahresende ergibt sich aus technischer Sicht ein widersprüchliches Bild.
Der kurzzeitige Absturz, ausgelöst durch einen beantragten Zahlungsaufschub des staatseigenen Unternehmens Dubai World, zeigte vor allem eins, so Felix Lang, Chief Technical Analyst bei LRT Finanz-Research, „dass viele Investoren bereit sind schnell und bedingungslos zu verkaufen - dies geht aus einer weiterhin vorhandenen Nervosität der Marktteilnehmer hervor.“ Beigetragen zu dieser extremen Bewegung haben die Tatsachen, dass aufgrund des amerikanischen Thanksgiving Day Feiertages die Börse in den USA geschlossen war und der darauf folgende Tag von vielen als Brückentag genutzt wurde - deshalb war das gehandelte Volumen geringer als normal und somit anfälliger für extreme Bewegungen.
Gemäß Felix Lang, fällt „eine charttechnische Bewertung des S&P 500 Index aktuell schwer, da sich insgesamt ein widersprüchliches Bild ergibt. Verantwortlich hierfür sind eine Reihe von Faktoren. Das Jahr 2009 ist bald vorbei und traditionell nimmt das Volumen an den Börsen zum Jahresende hin ab und es finden wenige richtungsweisende Bewegungen statt. Des Weiteren befindet sich der S&P 500 Index zwar am oberen Rand seiner Konsolidierungszone und in unmittelbarer Reichweite eines neuen Jahreshochs, jedoch ist dem Index auf einem Niveau von ca. 1113 Punkten bisher regelmäßig die Luft ausgegangen, entsprechend stellt diese Marke einen signifikanten Widerstand nach oben dar.“ „Grundsätzlich ergibt sich bei der Betrachtung des S&P 500 Charts – zumindest kurzfristig - ein freundliches Bild, eine andere Sprache sprechen wiederum die Charts vieler Einzelwerte die Schwäche zeigen,“ so Lang weiter.
„Im Rahmen des von LRT erstellten Marktsentiments zeigt sich dies ebenfalls, wir analysieren hierfür mehrere tausend US Aktien und untersuchen diese auf diverse Faktoren hin, z. B. auf die Herausbildung von Trends sowie Korrelation der Einzelwerte mit dem Gesamtmarkt. Dieses Marktsentiment zeigt, dass ein Gros der Aktien Schwäche aufweist, so gut wie keine neue Hochs gebildet werden und viele sogar Verkaufssignale generieren,“ so Christopher Raab, Chief Market Analyst bei LRT Finanz-Research.
„Insofern gehen wir davon aus, dass im Falle des Stattfindens einer Jahresendrallye zwar neue Jahreshochs gebildet werden, es aber zu keiner großen Bewegung nach oben kommen wird,“ so Felix Lang ebenfalls.
„Ein weiterer Grund sind die von vielen Investoren benutzten Fibonacci Indikatoren, welche ebenfalls signifikante Widerstände kurz über der Marke von 1113 Punkten vermuten lassen. Ein nachhaltiger Ausbruch unter das Level von ca. 1083 – 1084 Punkte würde uns kurzfristig negativ stimmen,“ so Raab.
„Bei Betrachtung des DAX® Index fällt auf, dass sich dieser deutlich weiter weg von seinem Jahreshoch befindet und insgesamt auch weniger stark gelaufen ist - aktuell notiert er in seiner bisherigen Konsolidierungszone. Bei einem nachhaltigen Ausbruch über das bisherige Jahreshoch, wären wir auch für den deutschen Leitindex zumindest kurzfristig positiv gestimmt,“ so Terrell O´ Dale Trowbridge, Chief Fundamental Analyst bei LRT Finanz-Research.
Die von uns erstellten Analysen beziehen sich primär auf den amerikanischen Aktienmarkt, gelten jedoch aufgrund der hohen Korrelation des DAX® Index mit dem S&P 500, für eben diesen.
Quelle: http://www.lrt-finanzresearch.de


