(openPR) Herbsttagung der GLE-D
Sonnabend, 19.09.2009, 8.45 bis 18.00 Uhr
In Hannover, Design-Center, Expo Plaza 2
Alle 47 Minuten begeht ein Mensch in Deutschland Selbstmord – und die Angehörigen fragen nach dem Warum.
Am 11. März hat der Amoklauf von Winnenden ein ganzes Land erschüttert – und Millionen fragen nach dem Warum.
Mobbing und Burnout gehören im Arbeitsleben 2009 zum traurigen Alltag – und tausende Betroffene fragen nach dem Warum.
Einfach ist die Frage nach dem Warum nicht zu beantworten: Weniger als in oberflächlich-eindeutigen Fakten nämlich liegen die Ursachen häufig tiefer, in oftmals schwer zu fassenden Gefühlen. In Emotionen, die ein Geheimnis des fühlenden Individuums bleiben. Und doch gravierende Auswirkungen auf die Allgemeinheit haben.
Den Emotionen auf die Spur zu kommen, zumindest ein Stück weit – das ist das Ziel der diesjährigen Herbsttagung der Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse in Deutschland (GLE-D).
Das Bedürfnis, sich und die eigene Gefühlswelt besser zu verstehen, wächst in einer immer komplexer werdenden Gesellschaft:
- Wie kann ich mit meinen Emotionen besser umgehen?
- Wie kann ich sie besser verstehen und berücksichtigen?
- Wie kann ich Emotionen positiv nutzen?
In diesem Spannungsfeld bietet die Logotherapie und Existenzanalyse ganz neue Ansätze. Die weltweit anerkannte „Dritte Wiener Schule der Psychotherapie“, in den dreißiger Jahren vom Neurologen Viktor Frankl begründet, stellt die Suche nach dem Sinn (griechisch „logos“) in den Mittelpunkt. Frankl zufolge braucht der Mensch zum Leben mehr als Wasser und Brot allein – ohne einen jeweils individuellen Sinn vermag der Mensch nicht zu existieren. In einer vom allgegenwärtigen Streben nach individuellem Glück geprägten Gesellschaft – in der sich die Menschen zugleich immer unglücklicher fühlen – bietet Frankls Lehre von den Werten als Weg zum Sinn wesentliche Orientierung.
In den USA hat die Logotherapie seit den fünfziger Jahren einen Siegeszug angetreten: Frankl hat unter anderem an der Elite-Universität Harvard gelehrt und hält weltweit 29 Ehrendoktorate. Auch in Deutschland findet die Therapieform des persönlich mit Freud bekannten Frankl immer mehr Anhänger: In Hannover sitzt die Deutschlandzentrale der Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse.
Bei der Herbsttagung am Sonnabend, 19. September, in der Expo-Plaza 2 in Hannover diskutieren verschiedene Referenten, darunter Theologen, Unternehmensberater und Theaterregisseure, das Thema „Emotion“ auf dem Hintergrund der Franklschen Theorie. Interessierte sind herzlich willkommen.













