(openPR) Der DAX kämpft weiter mit der 5.400-Punkte-Marke und schön langsam wird es spannend, denn auch die amerikanischen Indizes sind nun an wichtigen Widerstandsmarken angelangt. Der S&P 500 hat die 1.000-Punkte-Marke erreicht und der Nasdaq100 steht an der Grenze vom Abwärts- zum Aufwärtstrend.
Ich hatte Ihnen empfohlen, bei 5.400 Punkten eine erste Position in DAX-Puts einzugehen und ich denke, dass dies richtig war. Warum, möchte ich Ihnen nochmals zeigen. Sie sehen, dass sowohl der RSI als auch der Stochastic Slow schon im überkauften Bereich sind und über kurz oder lang muss so eine Situation abgebaut werden.
Natürlich kann sich so etwas über Wochen hinziehen, aber irgendwann wird diese Korrektur einsetzen. Nach unten müssen die 5.300 Punkte halten, ansonsten kann der DAX bis auf 5.150 und 4.920 Punkte abfallen. Das wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Den DAX-Put sollten Sie erst mal weiter halten.
Wir sahen in den letzen Tagen schon einmal erste Anzeichen dafür, wie schnell es gehen kann. Der Optimismus ist in den letzten Tagen stark gestiegen und auch US-Börsenbriefe haben zum Kauf geraten. In den Medien werden schon das Ende der Rezession und die neue Börsenhausse publiziert und ich möchte auch nicht sagen, dass es nicht möglich ist. Die Daten aus der deutschen Wirtschaft sagen aber einfach etwas anderes. Die brutalen Sparmaßnahmen auf Kosten der Arbeitnehmer, die massenweise ihren Job verlieren, können nicht für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgen.
In den USA werden weiterhin Woche für Woche hunderttausende Menschen gekündigt und wie sollen die in den nächsten Tagen, Wochen und Monate mit ihrem Konsum die Wirtschaft ankurbeln?
Der Markt wird einzig und allein von den Banken hochgezogen, die sich mittlerweile gesund saniert haben und mit ihren bilanziellen Tricks, die sie anwenden dürfen, verzeichnen sie mittlerweile wieder Milliardengewinne.
Jetzt versucht man mit Aussagen wie „Die Krise ist zu Ende.“, und „Man soll wieder in massiv in den Aktienmarkt investieren.“ auch noch die Kleinanleger in den Markt zu locken und sobald dies passiert, wird wieder massiv auf Kosten der Kleinanleger abverkauft.
Ich möchte auch nicht immer alles schwarz malen, aber ein Wirtschaftswachstum kann nicht prognostiziert werden, wenn auf der anderen Seite massenweise Arbeitsplätze abgebaut werden. Komisch ist auch, dass der GFK-Konsumklimaindex extrem ansteigt und Metro oder auch andere Kaufhäuser nichts davon spüren. Metro muss sogar 17.000 Stellen abbauen und auch andere Kaufhäuser legen jetzt nach.
Fazit: Trotzdem glaube ich, dass eine Korrektur nur sehr klein ausfallen wird und die Märkte nochmals stärker anziehen werden. Ob das bei 5.300 oder erst bei 5.150 Punkten sein wird, muss man sehen, aber normalerweise müssten wir nochmals neue Jahreshöchststände sehen, bevor es dann unter 5.000 Punkte läuft.
Markus Frick











