(openPR) Fast ausnahmslos strahlenden Sonnenschein, gefüllte Zuschauertribünen, Überraschungsfinalisten und jede Menge gute Laune gab es am Wochenende 31.07. bis 02.08. in Reutlingen. BaWü-Meister 2009 wurden das Duo Lukas Lampe und Heiko Steinkemper und bei den Damen strahlte Annika Foit mit Laura Mählmann auf dem Siegertreppchen.
Wer am ersten Ferienwochenende in Reutlingens City wollte, kam an den Beachplätzen der LBS Cup Beachvolleyball Tour nicht vorbei. Mehr als 500 Tonnen feinster Strandsand waren für die drei Beachvolleyball-Felder am ehemaligen Bruderhausgelände aufgeschüttet worden. Verpflegungsstände, Kinderzelt, Liegestühle und Partymusik empfingen die Besucher und dazu gab es Spitzenspiele der Top Beachvolleyball-Teams aus Baden-Württemberg. Ganz entspannt konnten die Zuschauer von den Tribünen und Sitzbänken das Geschehen beobachten, während auf den Feldern um jeden Ball gekämpft wurde. Zwischendurch gab es – es hat schon fast Tradition – kleine Mikasa-Bälle und Tour-Shirts für die Zuschauer.
Finale Damen – „Schlammcatchen“ auf dem CityCourt
Bei den Damen standen dieses Jahr erneut Richarda Zorn und Laura Mählmann im Finale (letztes Jahr Vizemeister) – nur dieses Mal nicht nebeneinander, sondern jeweils auf der anderen Seite des Netzes mit neuen Partnerinnen. Richarda Zorn spielte mit Tanja Busch, Laura Mählmanns neue Partnerin war Annika Foit. Schon in der Vorrunde standen sich die beiden Duos gegenüber – da hatte das Duo Zorn/Busch unter sommerblauen Himmel die Nase vorn. Das Finale stand unter einem anderen Himmel: grau und nass ging es zu. Es regnete. Nicht nur ein bisschen. Und das, obwohl Toursponsor Radio bigFM den Regen erst ab 18:00 Uhr vorhergesagt hatte …
Der erste Satz war auf beiden Seiten hart umkämpft, Punkt um Punkt spielte sich das Duo Mählmann/Foit an den ersten Satzgewinn heran – immer dicht verfolgt von ihren Gegnerinnen. Im zweiten Satz gab es auf Seiten Zorn/Busch einen kleinen Einbruch. Zwar konnte sich das Duo nach einem 18:12 Rückstand ein Stück weit wieder heranspielen. Letztendlich mussten sie aber auch den zweiten Satz und damit den Meistertitel an Mählmann/Foit abgeben.
„Wie war das Schlammcatchen auf dem Citycourt?“, fragte Moderator Micky am Ende des Spiels die glücklichen Siegerinnen. „Es war anstrengender auf dem nassen Sand zu spielen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht und ich freu mich, dass so viele Leute geblieben sind und eine so tolle Stimmung herrscht“, erklärte Annika Foit strahlend. Ihr Strahlen reichte noch nicht ganz, um die Sonne wieder zurück zu holen, aber der Regen ließ langsam nach.
Und das Publikum ließ sich tatsächlich nicht vom Regen beirren, suchte sich Plätze unter den zahlreichen Schirmen und harrte tapfer aus. Auch Roswitha Fünfer vom Toursponsor LBS war begeistert. „Ich bin begeistert von dem tollen, ausdauernden Publikum!“
Finale Herren – Überraschungsduo schafft`s aufs Treppchen
Auch das „kleine“ Finale der Herren wurde noch leicht berieselt. Vielleicht war das der Grund, warum Malte Stiel und Armin Dollinger nicht richtig ins Spiel fanden. Bereits im Halbfinale mussten sie eine deutliche Niederlage gegen Lampe/Steinkemper hinnehmen. Am Ende ging auch das Spiel um Platz 3 gegen Julian Sadleder und Wolfgang Beck nach hart umkämpften drei Sätzen zu ihren Ungunsten aus. Platz 4 für Stiel/Dollinger. Die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben.
Pünktlich zum Finale der Männer kehrte der Sonnenschein wieder zurück und es wurde noch einmal richtig heiß in der VIRUS Beacharena auf dem Citycourt.
Heiko Steinkemper spielte mit Lukas Lampe gegen das Duo Sascha Helwig / Eric Dufour-Feronce – das Überraschungsduo des Turniers. Bereits in der Vorrunde hatten Helwig/Dufour-Feronce den letztjährigen BaWü-Meister Marko Kienast mit seinem neuen Partner Matthias Löw aus dem Rennen geworfen. Dann spielten sich die beiden konstant Runde um Runde bis hinauf zum Finale. Doch auch beim Duo Steinkemper/Lampe lief alles am Schnürchen. Die beiden spielten ihre erste Beachsaison gemeinsam – Lukas Lampe hatte im letzten Jahr verletzungsbedingt pausieren müssen – und das Grinsen verging ihnen bei diesem Turnier nicht ein einziges Mal. Und ganz besonders nicht, als sie nach zwei Sätzen mit manch spektakulären Ballaktionen, den Titel in den Taschen ihrer Shorts hatten.
Nicht nur für die Profis …
500 Tonnen Sand, drei Beachcourts – auch der Nachwuchs und die Freizeitvolleyballer kamen in den Genuss, hier spielen zu dürfen. So begann das Turnierwochenende bereits am Freitagnachmittag mit einem Jugendturnier. Im Anschluss folgte ein Promi-Turnier, bei denen Vertreter von Sponsoren, Einzelhandel und Politik sich auf dem Sand ausprobierten. „Rt Aktiv“ – die Mannschaft des Einzelhandels – hatte hier die Nase vorn.
Und dann durften auch noch bei Nacht und Nebel – nein, bei Nacht und Flutlicht und zu heißen Salsa-Rhythmen die Freizeitvolleyballer im 4:4 Mixed-Turnier auf dem Citycourt spielen. Ein heißes Vergnügen – selbst um Mitternacht maß die Temperatur noch 22 Grad!
Und nächstes Jahr wieder ?
Zum zehnten Mal waren die Reutlinger Volleyballer Ausrichter eines Beachvolleyball-City-Turniers und es lief wieder organisatorisch alles hervorragend. Im Anschluss an die Siegerehrung ließen es sich die Organisatoren Florian Karlewski und Alex Neumeir nicht nehmen, und dankten allen Unterstützern und Sponsoren und vor allem dem starken Einsatzteam für ihren unermüdlichen Einsatz. „Jetzt möchte ich euch bitten, euch einfach einmal hinzusetzen. Nach fünf Tagen ist das vermutlich das erste Mal, dass ihr endlich einmal wieder in Ruhe sitzen könnt“, forderte Alex Neumeir seine Leute auf, auf dem Citycourt Platz zu nehmen und warf sich gemeinsam mit Florian Karlewski vor ihnen in den Sand.
Ob es im nächsten Jahr wieder ein Reutlinger Innenstadt Turnier geben wird, steht noch in den Sternen. Neumeirs Äußerungen im Vorfeld zu bürokratischen Schwierigkeiten, vor denen sie jedes Jahr bei der Organisation des Turniers aufs Neue standen, wurde von den Medien aufgegriffen und es gab bereits erste zustimmende Reaktionen von anderen Vereinen.
Ein anderes Problem stellt der geplante Bau eines Bürgerhauses auf dem ehemaligen Bruderhausgelände dar. Durch die Baumaßnahmen stände der Platz für den Citycourt nicht mehr zur Verfügung. Aber vielleicht wäre ja ein Ausweichen auf den Marktplatz im nächsten Jahr möglich? In anderen Städten funktioniert das ja auch … Wir sind gespannt – und hoffen, dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen in der VIRUS Beacharena in Reutlingen!
Für Zahlenfans:
2009 gab es insgesamt 350 Turniere mit 3382 Teams bei der LBS Cup Beachvolleyball Tour in Baden-Württemberg. Davon fanden 147 Turniere in Württemberg statt und 1394 Württemberger Teams gingen an den Start. Highlights waren insbesondere wieder die Innenstadtturniere, von denen es insgesamt 7 bei dieser Tour gab.
SB












