(openPR) Am 25.04.2009 fand im SpOrt Stuttgart der 31. ordentliche Verbandstag des Volleyball-Landesverbands Württemberg e.V. (VLW) statt. Knapp einhundert Delegierte und geladene Gäste nahmen an der Versammlung teil, die alle vier Jahre stattfindet. Neben Referaten von Bundes-Beachtrainer Jörg Ahmann und Landestrainer Michael Mallick standen Neuwahlen und Satzungsänderungen auf der Tagesordnung. Dr. Horst Sadlo wurde nach 33jährigem Engagement im Volleyballsport zum VLW-Ehrenmitglied ernannt. Martin Walter (Bietigheim-Bissingen) bleibt Präsident des VLW, Johannes Fezer (Neckarwestheim) und Michael Wüchner (Stuttgart) wurden in den Vorstand gewählt.
Am Vormittag standen für die Teilnehmer des Verbandstages mehrere Referate mit anschließender Diskussionsrunde auf dem Programm. Bundes-Beachtrainer Jörg Ahmann referierte über den Bundesstützpunkt Beachvolleyball in der Landessportschule Ruit. Landestrainer Michael Mallick gab eine kurze Einführung in den „neuen Punkt“ - das Leistungs-Förderungskonzept für den Volleyballnachwuchs in Baden-Württemberg. Im Anschluss berichtete Leistungssportkoordinator Gerd Grün über das Grundschulprojekt zur Talentförderung. Ein Pilotprojekt, das im Oktober letzten Jahres mit VLW-Trainer Petri Sainio in Stuttgart gestartet wurde.
In ihren Grußworten lobten sowohl LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar als auch der Vorsitzende des Sportkreises Stuttgart Fred-Jürgen Stradinger die gute Arbeit in der Nachwuchsförderung und insbesondere bei der Kooperation von Schulen, Vereinen und Verband.
Der Präsident des sächsischen Partnerverbandes (SSVB) Mischa Woitscheck dankte dem VLW für die jahrelange Verbundenheit und gegenseitige Unterstützung. DVV-Präsident Werner von Moltke gab in seinem Grußwort einen Überblick über die Situation des Volleyballsports in Deutschland.
Der Nachmittag war dem offiziellen Verbandstag gewidmet. Neben den Berichten der Funktionäre aus den letzten vier Jahren standen u.a. auch Neuwahlen auf dem Programm. Einige ehrenamtliche Mitarbeiter standen nach langjähriger Tätigkeit nicht erneut zur Wahl.
Der neue VLW-Vorstand setzt sich nach den Wahlen wie folgt zusammen:
Präsident: Martin Walter
Vize-Präsidenten: Manfred Schulz, Reinhold Scheible Johannes Fezer und Michael Wüchner.
Verabschiedung und Ehrung Dr. Horst Sadlo:
Mit großen Ehren nahm VLW-Vizepräsident Dr. Horst Sadlo Abschied von seiner Verbandstätigkeit. 1976 begann er seine Mitarbeit im VLW als Spielwart und seit 1984 war er Mitglied im VLW Vorstand und Präsidium.
33 Jahre war Dr. Horst Sadlo ehrenamtlich im Volleyballsporttätig. Er arbeitete bei der Entwicklung und Gestaltung der VLW-Geschäftsstelle zunächst in Nürtingen und später in Stuttgart mit und baute gemeinsam mit seiner Frau Theresia die VLW-Passstelle auf. Bei der Organisation der Frauen Volleyball-Europameisterschaft 1986 in Stuttgart sowie der Frauen Volleyball-Weltmeisterschaft 2002 ebenfalls in Stuttgart war er federführend tätig. Über Jahrzehnte vertrat er überdies die Interessen des VLW bei Hauptausschüssen und Verbandstagen des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV).
Zuletzt betreute Sadlo im VLW den Bereich Spielverkehr und Öffentlichkeitsarbeit.
Aber Sadlo war nicht nur Funktionär, sondern auch Praktiker. Jahrelang spielte er selbst Volleyball und war auch als Schiedsrichter tätig.
VLW-Ehrenpräsident Jörg Schwenk dankte in seiner Laudatio Sadlo für seine hervorragenden Verdienste und gab den Anwesenden einen kleinen Einblick über die Anfänge der Zusammenarbeit. Der heute Siebzigjährige war bereits in jungen Jahren aus Polen nach Deutschland gekommen. Zur Anerkennung seines Abiturs musste er seine Deutschkenntnisse in einem Lehrgang nachweisen, bei dem er dem Dozenten aber eher helfend assistierte. Sadlo studierte Chemie in Hamburg und Tübingen und war lange Zeit als Dozent an der Uni Hohenheim tätig.
In Tübingen kreuzten sich seine Wege mit dem damaligen VLW-Präsidenten Jörg Schwenk und fortan unterstützte Dr. Horst Sadlo den Verband.
Gemeinsam mit VLW-Präsident Martin Walter überreichte Schwenk die Urkunde über die VLW-Ehrenmitgliedschaft.
In seiner Dankesrede erklärte Sadlo, dass er nun mit siebzig Jahren zurücktreten wollte, um den jüngeren Kollegen Platz zu machen. Im Kreise des VLW hat er sich immer sehr wohl gefühlt und auch, wenn er sein Ehrenamt nicht mehr ausführt, wird er dem Volleyballsport weiterhin verbunden bleiben.
Die Teilnehmer des Verbandstages verabschiedeten Sadlo mit stehenden Ovationen.
Der vom Sächsischen Partnerverband angereiste Präsident Mischa Woitschek und Ehrenpräsident Reinhard Hoffmann überreichten für die jahrelange Verbundenheit die Ehrennadel Gold des Sächsischen Volleyballverbandes. Seit der Maueröffnung besteht zwischen dem Württembergischen und Sächsischen Volleyballverband eine enge Partnerschaft, um die sich Dr. Horst Sadlo von Beginn an intensiv bemühte.
Auch der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) Werner von Moltke, zwei Jahre älter als Sadlo und langjähriger Wegbegleiter, überreichte dem ausscheidenden VLW-Vizepräsidenten die Ehrennadel Gold des DVV.
Im weiteren Verlauf des Verbandstages wurden Satzungs- und Ordnungsänderungen diskutiert und verabschiedet, die in den letzten Jahren in den Fachgremien und den Bezirkstagen beschlossen bzw. beantragt worden waren. Unter anderem wurde eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab 2010 und die Einführung einer Anti-Doping-Ordnung verabschiedet.












