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Nicht jede Knochenschwäche ist eine Osteoporose

31.07.200908:19 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Nicht jede Knochenschwäche ist eine Osteoporose

(openPR) Wenn Patienten mit wiederkehrenden Knochenschmerzen und Ermüdungsbrüchen ihren Orthopäden aufsuchen, ist die Diagnose meist schnell gestellt. Osteoporose. Vor allem bei Frauen und vor allem in der zweiten Lebenshälfte. Was aber, wenn dieselben Symptome z.B. bei Männern zwischen 30 und 40 Jahren auftreten?



In diesem Fall wäre es zunächst richtiger, von einer „Osteomalazie“ zu sprechen, zu deutsch: einer Knochenerweichung. Während die typische Osteoporose durch ein Ungleichgewicht zwischen Knochenauf- und -abbau verursacht wird, ist die Osteomalazie geprägt von einem Ungleichgewicht zwischen hartem Knochenmaterial und der weichen Collagen-Substanz, der so genannten Knochenmatrix, die dem Knochen seine Form und Flexibilität gibt.

Für eine Osteomalazie können unterschiedliche Faktoren verantwortlich sein.

- Vitamin-D-Mangel. Bei Kindern als Rachitis bekannt, kann dieser Mangel auch bei Erwachsenen auftreten und sorgt dann ebenfalls für eine Knochenerweichung.
- Störungen im Collagenstoffwechsel
- Auch bestimmte chemische Stoffe können eine Osteomalazie begünstigen, beispielsweise Flourid oder Fumarsäure (E 297)
- Nierenerkrankungen mit einer erhöhten Ausscheidung von Mineralien – speziell Phosphat (Phosphatdiabetes)
- Ein Mangel an dem Enzym alkalische Phosphatase (Hypophosphatasie)

Vor allem dem Mangel an alkalischer Phosphatase (aP) wird in der Regel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, so der Bundesverband Hypophosphatasie Deutschland (Kurz: HPP e.V.).

Die aP ist ein Enzym, das für verschiedene Aufgaben im Körper gebraucht wird. Unter anderem spaltet sie Phosphatverbindungen auf, um einfache Phosphat-Ionen zu gewinnen. Diese verbinden sich in den knochenbildenden Zellen (Osteoblasten) mit Kalzium und bilden das harte Knochenmaterial (Hydroxylapatit).

Durch den Mangel an aP ist dieser Prozess gestört und es kommt zu einer Osteomalazie, verbunden mit Knochenschmerzen und -brüchen. Zusätzlich verbinden sich Phosphat und Kalzium außerhalb der Osteoblasten zu Kristallen, die zu Entzündungsreaktionen in Knochen und Gelenken führen. Diese können auf den ersten Blick aussehen wie eine rheumatoide Arthritis oder ein Gichtleiden.

Die alkalische Phosphatase wird zwar bei Routineuntersuchungen regelmäßig ermittelt – jedoch galt lange Zeit nur ein zu hoher Wert als problematisch. Erst seit relativ kurzer Zeit werden daher auf Laborausdrucken auch untere Grenzwerte angegeben, die jedoch meist zu niedrig angesetzt sind, wie HPP-Vorsitzender Gerald Brandt betont. Gerade in den Praxen von orthopädischen Fachärzten gehöre die Ermittlung des aP-Wertes in der Regel nicht zu den üblichen diagnostischen Maßnahmen. Vor allem bei Patienten mit chronischen Schmerzen und/oder Ermüdungsbrüchen unklarer Herkunft sei dies jedoch äußerst sinnvoll. Inzwischen gebe es durchaus kompakte Analysegeräte, mit denen ein Schnelltest problemlos möglich sei, so Brandt.

Erwachsene Patienten sollten üblicherweise einen aP-Spiegel von mindestens 50 U/l aufweisen. Bei Kindern kann – je nach Alter – der Wert um ein Vielfaches höher sein, da ihr Skelett noch wächst und dadurch mehr alkalische Phosphatase benötigt.

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