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Weniger Asylanträge in Deutschland

28.04.200420:09 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) 14. Dezember 2003 - Im November dieses Jahres haben 3.830 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Damit hat sich die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 513 Personen (- 11,8 Prozent) und gegenüber dem Vorjahresmonat November 2002 um 1.680 Personen (- 30,5 Prozent) verringert.



Auch die Zahl der Asylanträge im gesamten laufenden Jahr lag mit 47.154 um 28,9 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Somit haben in diesem Jahr in Deutschland bisher 19.157 Menschen weniger Asyl beantragt als in den ersten elf Monaten des Vorjahres.

Auf europäischer Ebene ist ebenfalls ein Rückgang festzustellen. Wurden im Jahr 2001 noch knapp 390.000 Asylanträge gezählt, so waren es 2002 nur noch 360.000. In diesem Jahr kamen bisher fast 300.000 Asylbewerber in die EU. Bemerkenswert ist zudem, dass 1998 noch mehr als ein Drittel aller in den Mitgliedstaaten der EU gestellten Asylanträge in Deutschland eingereicht wurden. Seitdem verringerte sich dieser Anteil kontinuierlich und liegt in 2003 bei nur noch etwa 17 Prozent.

Die Zahlen im einzelnen:

I. Aktueller Monat

1. Beim Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge haben im November dieses Jahres 3.830 Personen (Oktober: 4.343 Personen) Asyl beantragt. Damit hat sich die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vormonat um 513 (- 11,8 Prozent) verringert. Gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr (November 2002: 5.510) ist die Zahl der Asylbewerber im November 2003 um 1.680 (- 30,5 Prozent) gesunken.

2. Hauptherkunftsländer im November 2003 waren:

zum Vergleich




 
 

September


Oktober


November



1.


Türkei


513


555


445



2.


Serbien u. Montenegro


416


467


440



3.


Russische Föderation


474


318


279



4.


Vietnam


204


187


182



5.


Iran


198


186


155



6.


China


183


169


146



7.


Pakistan


131


115


139



8.


Aserbaidschan


166


125


136



9.


Indien


117


136


122



10.


Irak


192


167


116

3. Im November 2003 wurden neben den 3.830 Erstanträgen 1.308 Folgeanträge beim Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge gestellt.

4. Im November 2003 hat das Bundesamt über die Anträge von 8.587 Personen (Vormonat: 7.356) entschieden.

Als Asylberechtigte anerkannt wurden 105 Personen (1,2 Prozent). Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 des Ausländergesetzes erhielten 78 Personen (0,9 Prozent). Abgelehnt wurden die Anträge von 5.758 Personen (67,1 Prozent). Auf sonstige Weise erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 2.646 Personen (30,8 Prozent).

Bei 139 Personen hat das Bundesamt im November 2003 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 53 des Ausländergesetzes festgestellt.

II. Laufendes Jahr

Für den Zeitraum Januar bis November 2003 ergeben sich folgende Zahlen:

1. In der Zeit von Januar bis November 2003 haben insgesamt 47.154 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (66.311 Personen) bedeutet dies einen Rückgang um 19.157 Personen (- 28,9 Prozent).

2. Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis November 2003:





1.


Türkei

 

5.844


Personen



2.


Serbien u. Montenegro

 

4.542


Personen



3.


Irak

 

3.756


Personen



4.


Russ. Föderation

 

3.158


Personen



5.


China

 

2.273


Personen



6.


Vietnam

 

1.973


Personen



7.


Iran

 

1.931


Personen



8.


Indien

 

1.603


Personen



9.


Afghanistan

 

1.391


Personen



10.


Aserbaidschan

 

1.161


Personen

3. Im Zeitraum von Januar bis November 2003 hat das Bundesamt 86.657 Entscheidungen getroffen. 1.436 Personen (1,7 Prozent) wurden als Asylberechtigte anerkannt. 1.519 Personen (1,7 Prozent) erhielten Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 des Ausländergesetzes. 59.677 Asylanträge (68,9 Prozent) wurden abgelehnt. 24.025 (27,7 Prozent) wurden durch formelle Verfahrensbeendigungen (z.B. Antragsrücknahmen) erledigt.

Bei 1.416 Personen hat das Bundesamt in der Zeit von Januar bis November 2003 Abschiebungshindernisse im Sinne von § 53 des Ausländergesetzes festgestellt.

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